In Alaska formiert sich massiver Widerstand gegen eines der wichtigsten US-Rohstoffprojekte. Graphite One plant in der Kigluaik-Bergkette eine große Graphitmine, stößt bei den lokalen Gemeinden aber auf harte Ablehnung. Für den Entwickler kritischer Mineralien beginnt damit eine entscheidende Phase. Zwei wichtige Termine in dieser Woche könnten die Richtung für das gesamte Vorhaben vorgeben.
Harte Fronten bei den Anhörungen
Die jüngsten öffentlichen Sitzungen der US-Armee-Ingenieure (Army Corps of Engineers) zeigten tiefe Gräben. Anwohner sorgen sich um Staubbelastung und die Zerstörung traditioneller Lebensräume. Das Projekt erfordert die Aufschüttung von rund 400 Hektar Wasserflächen. Kritiker fordern nun eine umfassende Umweltverträglichkeitsprüfung. Die Behörde räumte bereits ein, dass der aktuell geplante, verkürzte Prozess dafür möglicherweise nicht ausreicht.
Dieser Gegenwind trifft das Unternehmen zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Unter dem staatlichen FAST-41-Programm für kritische Mineralien müssen alle Bundesgenehmigungen bis Ende September 2026 vorliegen. Nur so lässt sich der geplante Baubeginn im Jahr 2027 halten. Parallel dazu verliert Graphite One sein Alleinstellungsmerkmal in diesem beschleunigten Verfahren. Zwei konkurrierende US-Graphitprojekte in Alabama und New York sicherten sich kürzlich denselben Status.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Graphite One?
Milliarden-Zusagen und rote Zahlen
Finanziell steht das Gerüst zumindest auf dem Papier. Die US-Export-Import-Bank stellte unverbindliche Absichtserklärungen über gut zwei Milliarden US-Dollar in Aussicht. Diese Mittel sollen die Mine in Alaska und die geplante Anodenfabrik in Ohio finanzieren. Die operativen Kosten steigen derweil rasant. Im abgelaufenen Geschäftsjahr weitete sich der Nettoverlust auf 9,14 Millionen US-Dollar aus.
An der Börse spiegelt sich diese Unsicherheit wider. Die Aktie notiert aktuell bei 0,85 US-Dollar und damit knapp über der 50-Tage-Linie. Auf Sicht von 30 Tagen steht zwar ein Plus von gut 21 Prozent auf der Kurstafel, seit Jahresbeginn verzeichnet das Papier jedoch deutliche Verluste. Die Volatilität bleibt extrem hoch.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Graphite One?
Zwei Termine im Fokus
In dieser Woche stehen zwei wichtige Impulse an. Am 24. April präsentiert das Management die Ergebnisse für das erste Quartal. Investoren erhoffen sich hier konkrete Updates zum Stand der Bankverhandlungen und zur Finanzierung.
Nur zwei Tage später veröffentlicht die US-Handelskommission (ITC) ihren finalen Bericht zu chinesischen Graphit-Importen. Eine erste Entscheidung im März fiel gegen Zölle aus. Die Kommission sah keine Bedrohung für die heimische Industrie durch chinesisches Anodenmaterial. Ein endgültiger Wegfall dieser Marktbarriere würde den Druck auf US-Entwickler weiter erhöhen.
Ein potenzieller Joker schlummert noch im Boden der Lagerstätte in Alaska. Unabhängige Analysen bestätigten dort hohe Konzentrationen von Seltenen Erden, deren wirtschaftliche Förderung ein US-Nationallabor ab 2026 prüfen wird. Kurzfristig richtet sich der Fokus jedoch auf den anstehenden Quartalsbericht. Am 24. April muss das Management beweisen, dass der ehrgeizige Zeitplan bis zum geplanten Baubeginn 2027 trotz des lokalen Gegenwinds intakt ist.
Graphite One-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Graphite One-Analyse vom 21. April liefert die Antwort:
Die neusten Graphite One-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Graphite One-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 21. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Graphite One: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


