Green Bridge Metals hat gestern die finalen Analyseergebnisse der ersten Bohrphase am Projekt Titac South in Minnesota veröffentlicht. Die Bohrung TS26-004a durchteufte 195,0 Meter mit einem Gehalt von 0,25 Prozent Kupfer und 10,18 Prozent Titandioxid. Das Unternehmen bezeichnet den Abschnitt als Step-out-Bohrung, die ein zuvor ungetestetes geophysikalisches Ziel bestätigt.

Damit liegen nun sämtliche Ergebnisse der Phase 1 vor. Green Bridge Metals teilte mit, dass alle sechs Bohrungen der ersten Phase auf Sulfidmineralisierung gestoßen sind.

Von acht geophysikalischen OUI-Zielen wurden bislang erst drei durch Bohrungen getestet, fünf weitere stehen noch aus. Für Anleger heißt das: Das Explorationspotenzial an Titac ist mit der abgeschlossenen ersten Phase keineswegs ausgeschöpft, sondern erst zu einem Bruchteil erschlossen.

Phase 2 rückt näher

Auf Basis der Titac-South-Resultate erklärte das Unternehmen, dass eine Beschleunigung des geplanten zweiten Bohrprogramms angestrebt wird. Ziel ist die Erweiterung des Titac-Projekts über die bislang bekannte Ressource hinaus. Green Bridge Metals verweist dabei auf die bestehende abgeleitete Ressource von 46,6 Millionen Tonnen mit einem Gehalt von 15 Prozent Titandioxid als Ausgangsbasis für die weitere Exploration.

Die Kombination aus Kupfer- und Titan-Mineralisierung in einer einzigen geologischen Struktur ist der eigentliche Kern der Meldung. Dass die Step-out-Bohrung ein zuvor unerprobtes Ziel bestätigte, wertet das Unternehmen als Beleg dafür, dass sich die Mineralisierung über die bereits bekannten Zonen hinaus fortsetzt. Für die Bewertung des Projekts ist das relevant, weil die verbleibenden fünf ungetesteten Ziele damit an Bedeutung gewinnen.

Kursreaktion fällt deutlich aus

Die Aktie reagierte auf die Nachrichtenlage mit einem Kurssprung von 13 Prozent auf 0,0512 Euro. Auf Wochensicht steht damit ebenfalls ein Plus von 13 Prozent zu Buche. Der Kurs bleibt jedoch weiterhin deutlich unter dem 200-Tage-Durchschnitt, was die zuletzt schwache Gesamtentwicklung der Aktie unterstreicht.

Die jüngste Erholung ändert wenig an der grundsätzlichen Situation: Green Bridge Metals bleibt ein Explorationswert, dessen Bewertung stark von den kommenden Bohrergebnissen abhängt.

Mit fünf noch ungetesteten geophysikalischen Zielen und der angekündigten Beschleunigung von Phase 2 bleibt das Unternehmen in einer Phase, in der weitere Nachrichten die Kursentwicklung kurzfristig prägen dürften. Die bestehende Ressource von 46,6 Millionen Tonnen liefert dabei den Referenzrahmen, an dem sich künftige Bohrerfolge messen lassen müssen.