Green Bridge Metals Aktie: 14-Meter-Abschnitt mit 0,48% Kupfer

Erste Bohrergebnisse von Titac South zeigen Kupfer, Titan und Platingruppenmetalle. Das Explorationsmodell des Unternehmens wird dadurch untermauert.

Green Bridge Metals Aktie
Kurz & knapp:
  • Breite Kupferintervalle in sechs Bohrungen bestätigt
  • Zusätzliche Metallvorkommen wie Titan und Vanadium
  • Hinweise auf Platingruppenmetalle entdeckt
  • Nächste Bohrkampagne für Serpentine geplant

Green Bridge Metals hat bei Titac South den nächsten Schritt gemacht: aus sichtbaren Bohrkern-Hinweisen werden nun Laborwerte. Das ist für einen Explorer entscheidend, denn erst geprüfte Geochemie gibt dem geologischen Modell Gewicht. Die Aktie reagiert darauf bislang nicht euphorisch, die Daten selbst sind aber deutlich konkreter als alles, was bisher vorlag.

Am Montag notiert die Green Bridge Metals Aktie bei 0,12 Euro und liegt am Tag 2,41 Prozent im Minus. Seit Jahresanfang steht dennoch ein Plus von 89,84 Prozent zu Buche. Der Markt preist also bereits Hoffnung ein, verlangt aber weitere Belege.

Titac South liefert breite Kupferintervalle

Green Bridge hat bei Titac South in Minnesotas Duluth Complex sechs Diamantkernbohrungen abgeschlossen. Für die Hälfte der Bohrlöcher liegen nun erste Laborergebnisse vor. Sie bestätigen breite Kupfermineralisierung in Verbindung mit oxidischen ultramafischen Intrusionen, kurz OUI.

Zu den stärksten Treffern zählt TS26-005. Das Bohrloch durchschnitt über 152 Meter eine Kupfermineralisierung von 0,31 Prozent.

Die Begleitwerte fallen ebenfalls auf: Titandioxid lag bei 13,7 Prozent, Vanadiumpentoxid bei 0,15 Prozent. Damit geht es nicht nur um Kupfer, sondern um ein breiteres Metallprofil.

Auch TS26-003 lieferte ein langes mineralisiertes Intervall. Über 190 Meter wurden 0,30 Prozent Kupfer gemessen.

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Dazu kamen 11,4 Prozent Titandioxid und 0,13 Prozent Vanadiumpentoxid. In einem höhergradigen Abschnitt erreichte das Bohrloch über 14,0 Meter einen Kupfergehalt von 0,48 Prozent.

In diesem Abschnitt lagen Titandioxid und Vanadiumpentoxid bei 13,8 beziehungsweise 0,13 Prozent. TS26-002a fiel kürzer aus, bestätigte aber ebenfalls Mineralisierung: über 54,0 Meter mit 0,20 Prozent Kupfer.

Die Begleitwerte dort lagen bei 9,3 Prozent Titandioxid und 0,10 Prozent Vanadiumpentoxid. Für einen frühen Bohrstand sind das keine spektakulären Hochgradwerte, aber sie stützen das Bild eines großflächig mineralisierten Systems.

Platingruppenmetalle verändern die Lesart

Wichtig ist ein weiterer Punkt: Die ersten Ergebnisse zeigen neben Kupfer, Titandioxid und Vanadiumpentoxid auch Hinweise auf Platingruppenmetalle. Das erweitert die wirtschaftliche Perspektive des Projekts, weil diese Komponente in der bisherigen Ressourcenschätzung nicht enthalten war.

Für Titac South liegt bislang eine abgeleitete Ressource von 46,6 Millionen Tonnen mit 15 Prozent Titandioxid vor. Wenn sich die zusätzlichen Metalle in weiteren Bohrungen bestätigen, könnte das die Bewertung des Projekts verändern. Noch ist dafür aber mehr Datenmaterial nötig.

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Die geophysikalische Arbeit liefert dafür neue Ansatzpunkte. Green Bridge hat eine vollständige 3D-Inversion von VTEM-Flugdaten abgeschlossen und dabei vier bis fünf weitere ungetestete Anomalien identifiziert. Diese zeigen leitfähige und magnetische Signaturen, wie sie zu den bekannten mineralisierten OUI-Zonen bei Titac South und Titac North passen.

Das ist der Kern der Story: Die Bohrungen treffen dort Sulfidmineralisierung, wo die Geophysik sie vermuten lässt. Das stärkt das Explorationsmodell und macht die noch ausstehenden Laborwerte besonders relevant.

Serpentine rückt als nächster Hebel näher

Neben Titac arbeitet Green Bridge am größeren Serpentine-Projekt in Minnesota. Dort ist eine erste Diamantbohrkampagne für die zweite Jahreshälfte geplant, die Genehmigungen laufen über das Minnesota Department of Natural Resources.

Serpentine ist deutlich größer dimensioniert. Das Projekt weist eine abgeleitete Ressource von 279,9 Millionen Tonnen mit 0,37 Prozent Kupfer aus.

Der Nickelgehalt liegt bei 0,12 Prozent; zusätzlich gibt es 21,6 Millionen Tonnen in der angezeigten Kategorie. Geplant sind 6 bis 10 Bohrlöcher, die das Projekt in Richtung einer ersten wirtschaftlichen Vorabbewertung bringen sollen.

CEO David Suda betonte, dass in jedem bisher gebohrten Kern Sulfidmineralisierung beobachtet wurde. Die breiten Kupferintervalle innerhalb der OUI-Zone stützten das geologische Modell und deuteten darauf hin, dass sich die Mineralisierung über das getestete Gebiet hinaus erstrecken könnte.

Der nächste konkrete Prüfstein sind die Laborergebnisse der drei ausstehenden Bohrlöcher, darunter ein Step-out-Test auf einer bislang ungeprüften geophysikalischen Anomalie. Bestätigen diese Daten die bisherige Linie, hätte Green Bridge für Titac South nicht nur einzelne Treffer, sondern ein belastbareres Argument für ein größeres polymetallisches System.

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