Green Bridge Metals wartet auf die ersten sichtbaren Ergebnisse aus dem Serpentine-Kupfer-Nickel-Projekt in St. Louis County, Minnesota. Anfang Juli hatte das Unternehmen die Genehmigung des Explorationsplans durch das Minnesota Department of Natural Resources erhalten und Foraco International mit mindestens 1.640 Metern Diamant-Kernbohrungen im Rahmen des Phase-1-Programms beauftragt.

Der Bohrbeginn war für August angekündigt worden – ein Termin, der damit inzwischen erreicht sein sollte, ohne dass bislang neue Meldungen zum Fortschritt vorliegen.

Fokus verschiebt sich von Titac South nach Serpentine

Während die Bohrphase bei Titac South im Frühjahr bereits erste Assays lieferte – darunter ein Intervall von 152 Metern mit 0,31 Prozent Kupfer inklusive Titandioxid- und Vanadiumpentoxid-Gehalten –, rückt mit Serpentine nun ein zweites Flaggschiffprojekt in den Vordergrund.

Die behördliche Freigabe für das neue Bohrprogramm war ein wichtiger prozeduraler Schritt, der Green Bridge Metals operative Planungssicherheit für die zweite Jahreshälfte verschafft hat. Anleger dürften nun auf konkrete Ergebnisse aus dem Feld warten, denn die Genehmigung selbst ist kein Ergebnis, sondern lediglich die Voraussetzung dafür.

Der Kurs bewegt sich seit Wochen unter Druck: Die Aktie notiert aktuell bei 0,0488 Euro und damit rund 29 Prozent unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 0,0690 Euro – ein Zeichen dafür, dass der Markt die operativen Fortschritte bislang nicht honoriert. Gleichzeitig bewegt sich der Titel mit einem Abstand von 21 Prozent zum 52-Wochen-Tief in einer Zone, die eher auf Stabilisierung als auf neue Verkaufswellen hindeutet.

Finanzierung als Basis für die Bohrkampagne

Die Kapitalausstattung für das laufende Explorationsprogramm stammt aus mehreren Finanzierungsrunden der vergangenen Monate. Im Februar hatte Green Bridge Metals eine nicht vermittelte Privatplatzierung über 33.333.333 Einheiten zu je 0,12 kanadischen Dollar abgeschlossen und damit brutto vier Millionen kanadische Dollar eingenommen; jede Einheit umfasste eine Aktie sowie einen bis Februar 2029 zu 0,15 kanadischen Dollar ausübbaren Warrant.

Im Juli folgte eine weitere Best-Efforts-Platzierung von bis zu 40 Millionen Einheiten zu 0,125 kanadischen Dollar mit einem Zielvolumen von rund fünf Millionen kanadischen Dollar, die Ende des Monats abgeschlossen wurde. Diese Mittel sollen nun in die Bohrprogramme bei Serpentine und die weitere Aufbereitung historischer Daten fließen.

Weitere Explorationsflächen im Blick

Parallel zu den aktiven Bohrprogrammen hatte Green Bridge Metals im Februar auch Fortschritte bei der Neuauswertung historischer Bohrkern- und Geophysikdaten am Skibo-Prospekt vermeldet.

Die neuen Datensätze stützen die Existenz eines zusammenhängenden magmatischen Kupfer-Nickel-Platingruppenmetall-Systems, das räumlich mit elektromagnetischen Leitern in Verbindung steht. In mehreren historischen Bohrlöchern wurden disseminierte Mineralisierungen über Intervalle von 200 bis 400 Metern identifiziert, ergänzt um hochgradige massive Sulfid-Abschnitte.

Für Anleger bleibt die Gemengelage zweigeteilt: Die geologische Substanz des Unternehmens über mehrere Projekte hinweg – Titac South, Serpentine und Skibo – ist durch konkrete Assay- und Explorationsdaten belegt.

Der Kursverlauf spiegelt diese Substanz derzeit jedoch nicht wider, solange konkrete Ergebnisse aus der laufenden Serpentine-Bohrkampagne ausbleiben. Die kommenden Wochen dürften zeigen, ob das im August begonnene Bohrprogramm neue, kursrelevante Daten liefert.