Green Bridge Metals hat grünes Licht für sein wichtigstes Projekt bekommen. Trotzdem fällt die Aktie seit Wochen. Diese Diskrepanz zwischen operativem Fortschritt und Kursverlauf prägt gerade das Bild des Vancouver-Explorers.

Die Minnesota Department of Natural Resources hat am 2. Juli 2026 den Explorationsplan für das Serpentine-Kupfer-Nickel-Projekt genehmigt. Diese Freigabe bildet die rechtliche Basis für die anstehenden Feldarbeiten in St. Louis County, Minnesota. Parallel dazu hat Green Bridge Metals den Bohrdienstleister Foraco International unter Vertrag genommen.

Foraco startet im August

Der Vertrag sieht mindestens 1.640 Meter Diamant-Kernbohrungen vor. Los geht es im August 2026. Foraco kennt die Region bereits gut: Der Dienstleister arbeitet aktuell am nahegelegenen Titac-Projekt für Green Bridge Metals.

CEO David Suda bezeichnet den Schritt als Übergang zu „disziplinierter technischer Arbeit“. Das Ziel: geostatistische Unsicherheiten reduzieren und das Vertrauen in die bestehende Ressourcenbasis stärken. Die erste Bohrphase soll gezielt hochprioritäre Zonen testen, die die aktuelle Ressourcenschätzung untermauern könnten.

Große Lagerstätte im Duluth-Komplex

Serpentine liegt rund 5,5 Kilometer südöstlich von Babbitt, Minnesota. Das Projekt grenzt direkt an bekannte Lagerstätten wie NorthMet und Sunrise im Duluth-Komplex. Die angezeigten Ressourcen umfassen 21,6 Millionen Tonnen mit einem Gehalt von 0,46 Prozent Kupfer und 0,16 Prozent Nickel.

Hinzu kommen abgeleitete Ressourcen von 279,9 Millionen Tonnen mit 0,37 Prozent Kupfer und 0,12 Prozent Nickel. Das Bohrprogramm 2026 soll nicht nur die Ressourcenschätzung schärfen. Metallurgische Tests sollen zudem klären, wie sich die Metalle später wirtschaftlich verarbeiten lassen.

Kurs bleibt unter Druck

Am Freitag schloss die Aktie bei 0,10 Euro, ein Plus von 1,48 Prozent zum Vortag. Der Blick auf die vergangenen Wochen zeigt aber ein anderes Bild: Auf Sieben-Tage-Sicht steht ein Minus von 8,13 Prozent, über 30 Tage sind es sogar 20,66 Prozent Verlust.

Der Kurs notiert damit klar unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 0,12 Euro und auch unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 0,11 Euro. Seit dem Jahreshoch von 0,23 Euro im Februar hat die Aktie mehr als die Hälfte ihres Wertes verloren. Der 14-Tage-RSI liegt bei 34,8 und nähert sich damit einer Zone, die viele Charttechniker als überverkauft einstufen.

Seit Jahresbeginn steht dennoch ein Plus von 50 Prozent zu Buche — ein Hinweis darauf, wie volatil die Aktie sich in den vergangenen Monaten bewegt hat. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität von 65,8 Prozent bestätigt dieses Bild.

Kupfer und Nickel als strategische Rohstoffe

Der beschleunigte Fahrplan für Serpentine fällt in eine Zeit, in der die USA verstärkt auf heimische Versorgung mit kritischen Rohstoffen setzen. Kupfer und Nickel gelten als zentrale Bausteine der Energiewende. Projekte in etablierten Bergbauregionen wie Minnesota gewinnen dadurch an strategischem Gewicht.

Green Bridge Metals meldete zuletzt eine Kassenreserve von rund 4 Millionen kanadischen Dollar. Diese Mittel dürften ausreichen, um die erste Phase der Explorationsstrategie 2026 abzuschließen. Der Bohrstart im August gilt nun als nächster Termin, an dem sich zeigen wird, ob erste Analyseergebnisse die technische Einschätzung der Lagerstätte verändern.