Green Bridge Metals rückt mit dem laufenden Bohrprogramm auf dem Serpentine-Projekt in Minnesota wieder stärker in den Fokus. Bohrdienstleister Foraco International führt dort derzeit die Phase-1-Kernbohrungen durch, wie Berichten von Ende vergangener Woche zu entnehmen war. Damit konkretisiert sich die Exploration auf einem Areal, das für das Unternehmen als zentraler operativer Schwerpunkt gilt.

Am heutigen Dienstag zieht die Aktie deutlich an: Der Kurs steht bei 0,0554 Euro und damit 8,2 Prozent über dem Vortagesniveau. Nach schwachen Wochen davor markiert das einen bemerkenswerten Ausschlag, der Anleger aufhorchen lässt.

Analystenhaus stuft Titel als „Special Situation“ ein

Am Montag bezeichnete Streetwise Reports Green Bridge Metals als „Special Situation“ mit kurzfristigem Potenzial. Die Einschätzung verweist auf jüngsten Kursdruck, sieht das Unternehmen aber weiterhin als aussichtsreichen Wert innerhalb des Kupfer- und Kritische-Rohstoffe-Sektors.

Diese Bewertung fällt zeitlich mit einer weiteren Meldung desselben Tages zusammen: Die Weltbank prognostizierte einen Anstieg der globalen Metall- und Mineralienpreise um 17 Prozent bis Ende 2026, begründet mit Angebotsengpässen und wachsender Nachfrage im Zuge der Energiewende.

Für ein Explorationsunternehmen wie Green Bridge Metals, das auf Kupfer- und Nickelvorkommen setzt, liefert dieses makroökonomische Umfeld zusätzlichen Rückenwind für die Investmentthese.

Zur Verwechslungsgefahr sei angemerkt: Die Canadian Securities Exchange hat am Montag den Handel mit Planet Green Metals wieder zugelassen, nachdem eine Default-Situation behoben wurde. Dabei handelt es sich um eine eigenständige Gesellschaft, die mit Green Bridge Metals nichts zu tun hat.

Serpentine als operativer Kern

Das Serpentine-Kupfer-Nickel-Projekt bildet derzeit den Dreh- und Angelpunkt der Unternehmensstrategie. Die Minnesota Department of Natural Resources hatte den Explorationsplan bereits genehmigt und erlaubt das Abteufen von bis zu zwölf Diamantbohrlöchern.

Dass nun mit Foraco International ein etablierter Bohrdienstleister vor Ort aktiv ist, unterstreicht den Fortschritt des Programms. Erste Ergebnisse aus diesen Bohrungen dürften in den kommenden Wochen den nächsten wichtigen Nachrichtenpunkt für den Titel liefern.

Parallel dazu hatte das Unternehmen im Mai bereits erste Assay-Ergebnisse aus dem diesjährigen Bohrprogramm veröffentlicht, die eine Mineralisierung im Titac-Projekt bestätigten. Die Kombination aus zwei parallel vorangetriebenen Projekten – Serpentine und Titac – verschafft Green Bridge Metals mehrere potenzielle Nachrichtentreiber im weiteren Jahresverlauf.

Kapitalpolster und anstehende Fristen

Finanziell ist das Unternehmen für die laufenden Arbeiten gerüstet. Die im Juli abgeschlossene Privatplatzierung über gut vier Millionen kanadische Dollar hat seither zwar keine spürbare Kursstütze geliefert, sichert aber die Finanzierung der Explorationsarbeiten bei Serpentine und dem South-Contact-Projekt ab.

Ein weiterer Termin steht bereits fest: Am 1. Dezember läuft die gesetzliche Haltefrist für die im Rahmen dieser Finanzierung ausgegebenen Broker-Warrants aus.

Mit einer Marktkapitalisierung von aktuell 15,80 Millionen Euro bleibt Green Bridge Metals ein kleiner, aber volatiler Explorationswert. Die anstehenden Bohrergebnisse aus Serpentine dürften in den kommenden Wochen darüber entscheiden, ob sich die heutige Erholung fortsetzt oder ob der Titel in seinen zuletzt schwachen Trend zurückfällt.