Green Bridge Metals hat am Donnerstag die letzten ausstehenden Assay-Ergebnisse aus dem ersten Bohrprogramm der Zone Titac South im Nordosten Minnesotas veröffentlicht. Damit liegen nun sämtliche Laborwerte des sechs Bohrlöcher umfassenden Phase-1-Programms vor.

Nach Unternehmensangaben bestätigen die finalen Daten die Wirksamkeit des eingesetzten 3D-VTEM-Inversionsmodells als Zielinstrument für sogenannte Oxide Ultramafic Intrusions – jene Gesteinsstrukturen, in denen das Unternehmen nach Nickel- und Kupfermineralisierung sucht. Von acht identifizierten Zielstrukturen in diesem Gebiet sind demnach weiterhin fünf unerprobt.

Modellbestätigung als Basis für weitere Exploration

Für ein Explorationsunternehmen wie Green Bridge Metals ist die Bestätigung des geophysikalischen Zielmodells von zentraler Bedeutung: Sie liefert die methodische Grundlage, um die verbleibenden fünf Ziele mit größerer Zuversicht anzusteuern, statt bei jedem neuen Bohrloch von vorn zu beginnen.

Das Unternehmen wertet die Übereinstimmung zwischen Modellprognose und tatsächlichen Bohrergebnissen als Bestätigung des eingeschlagenen Explorationsansatzes in der South Contact Zone.

Die Meldung reiht sich in eine Serie von Fortschritten aus diesem Jahr ein. Bereits im März hatte das Unternehmen von sichtbarer, chalkopyrithaltiger Sulfidmineralisierung über Intervalle von rund 100 bis 450 Metern berichtet, beobachtet während der geologischen Kernbeschreibung von drei Bohrlöchern mit insgesamt 1.196 Metern. Ende Mai folgten erste Assay-Ergebnisse aus diesem Programm.

Parallel zu Titac treibt Green Bridge Metals das zweite Standbein seiner Exploration voran: das Kupfer-Nickel-Projekt Serpentine, für das die Umweltbehörde von Minnesota im Sommer die Genehmigung für bis zu zwölf Diamantbohrungen im laufenden Jahr erteilt hatte. Für die Durchführung der ersten Bohrphase dort wurde das Unternehmen Foraco beauftragt.

Finanzierung sichert Fortsetzung der Programme

Um die laufenden Arbeiten an beiden Standorten zu finanzieren, hatte Green Bridge Metals Ende Juli eine Privatplatzierung mit einem Zielvolumen von bis zu vier Millionen kanadischen Dollar gestartet. Anfang Mai hatte das Unternehmen zudem sein technisches und strategisches Team verstärkt, um die für dieses Jahr geplanten Arbeitsprogramme zu stemmen.

Am Kapitalmarkt zeigt sich die Aktie von den operativen Fortschritten bislang wenig beeindruckt. Der Kurs schloss am Freitag bei 0,0480 Euro, nach einem Rückgang von 12 Prozent auf Monatssicht.

Auf Wochensicht steht dagegen ein Plus von 6,2 Prozent zu Buche – ein Hinweis darauf, dass die jüngsten Nachrichten aus Titac zumindest kurzfristig für etwas Kaufinteresse gesorgt haben, auch wenn der übergeordnete Abwärtstrend der vergangenen Monate damit noch nicht gebrochen ist.

Für Anleger bleibt die Kernfrage, ob die methodische Bestätigung des Zielmodells tatsächlich zu neuen, wirtschaftlich relevanten Funden führt. Mit fünf noch unerprobten Zielen allein in der South Contact Zone hat das Unternehmen einen klaren Fahrplan für die kommende Explorationsphase skizziert – die Umsetzung steht jedoch noch aus.