Green Bridge Metals hat am 30. Juli seine zuvor angekündigte Kapitalerhöhung abgeschlossen. Das kanadische Explorationsunternehmen platzierte 32.006.000 Units zu je 0,125 kanadischen Dollar und erzielte damit einen Bruttoerlös von 4.000.750 kanadischen Dollar. Als alleiniger Agent und Bookrunner fungierte Stifel Canada. Jede Unit besteht aus einer Stammaktie und einem Warrant, das bis zum 30. Juli 2029 zu einem Ausübungspreis von 0,155 kanadischen Dollar ausgeübt werden kann.

Für die Platzierung zahlte Green Bridge Metals dem Agenten eine Barvergütung von 7,0 Prozent des Bruttoerlöses und gab zusätzlich nicht übertragbare Broker-Warrants im Umfang von 7,0 Prozent der verkauften Units aus. Diese Warrants laufen ebenfalls bis Juli 2029, unterliegen aber einer Haltefrist bis zum 1. Dezember 2026. Zudem räumte das Unternehmen dem Agenten eine Mehrzuteilungsoption über bis zu 6.000.000 weitere Units ein, die bis zum 29. August nach Ermessen des Agenten ausgeübt werden kann. Für Anleger bedeutet das: Sollte die Option gezogen werden, könnte sich die Verwässerung noch einmal erhöhen.

Bohrprogramm bei Serpentine rückt näher

Das frische Kapital soll unter anderem in das Flaggschiffprojekt Serpentine im Bezirk St. Louis County in Minnesota fließen. Die Umweltbehörde Minnesota Department of Natural Resources hatte den Explorationsplan für das Kupfer-Nickel-Projekt bereits Anfang Juli genehmigt. Green Bridge Metals beauftragte daraufhin Foraco International mit mindestens 1.640 Metern Diamantkernbohrungen im Rahmen der ersten Phase. Der Bohrstart wird für August erwartet – womit sich die Finanzierung und der operative Fortschritt zeitlich überschneiden.

Die Ressourcenschätzung für Serpentine, die auf einem technischen Bericht mit Stichtag 14. Juli 2025 basiert, weist abgeleitete (Inferred) Ressourcen von 279,9 Millionen Tonnen mit Gehalten von 0,37 Prozent Kupfer, 0,12 Prozent Nickel und 0,007 Prozent Kobalt aus. Die angezeigten (Indicated) Ressourcen liegen bei 21,6 Millionen Tonnen mit 0,46 Prozent Kupfer, 0,16 Prozent Nickel und 0,014 Prozent Kobalt, jeweils auf Basis eines Netto-Schmelzhütten-Erlöses von 10,25 US-Dollar pro Tonne als Cutoff. Laut der Juni-Unternehmenspräsentation plant Green Bridge Metals darüber hinaus eine 25.500 Meter umfassende Infill-Bohrkampagne sowie Grundwasser-Monitoring und technische Studien, die auf eine mögliche Preliminary Economic Assessment im Jahr 2027 und eine Pre-Feasibility Study im Jahr 2029 hinauslaufen sollen.

Parallel dazu hatte das Unternehmen Ende Mai erste Analyseergebnisse aus dem Phase-1-Bohrprogramm am Titac-South-Ziel vorgelegt: Sechs Diamantkernbohrungen wurden abgeschlossen, drei ausgewertete Bohrlöcher bestätigten breite Abschnitte mit Kupfermineralisierung im Zusammenhang mit oxidischen Ultramafit-Intrusionen. Die übrigen drei Bohrlöcher stehen noch aus, erste Hinweise deuten auf eine polymetallische Mineralisierung mit Kupfer, Titandioxid, Vanadiumpentoxid und Platingruppenelementen hin. Personell hatte Green Bridge Metals bereits im Mai mit Justin Brown als Senior Geologist und Operations Manager, Jay Robbie als Senior Geologist und Technical Advisor sowie Sam Shahrokhi als Vice President of Corporate Development aufgestockt.

Kurs bleibt tief in überverkauftem Terrain

An der Börse kam die frisch abgeschlossene Finanzierung bislang nicht gut an. Die Aktie schloss am Freitag bei 0,0506 Euro und verlor an diesem Handelstag 11,85 Prozent. Damit bewegt sich der Kurs nur noch wenige Prozentpunkte über dem 52-Wochen-Tief von 0,0466 Euro, das Ende September markiert wurde – der Abstand dazu beträgt aktuell 8,58 Prozent. Die Marktkapitalisierung liegt bei rund 18,22 Millionen Euro. Ein technischer Indikator wie der 14-Tage-RSI von 26,1 signalisiert eine stark überverkaufte Situation, was jedoch für sich allein noch keine Trendwende bedeutet.

Für Anleger bleibt der August damit ein Monat mit mehreren Weichenstellungen zugleich: Der Bohrstart bei Serpentine soll operative Substanz liefern, während die Mehrzuteilungsoption aus der Kapitalerhöhung bis zum 29. August noch offen ist und im Fall einer Ausübung die Aktienzahl weiter erhöhen würde.