Green Bridge Metals steht vor entscheidenden Wochen. Seit Jahresbeginn liegt das Papier zwar gut 65 Prozent im Plus. Aktuell notiert der Kurs mit 0,11 Euro aber weit unter dem Februar-Hoch. Nun rücken mehrere Termine in den Fokus. Sie könnten dem Kupfer-Nickel-Explorer neue Impulse liefern.

Kupfer-Zölle im Fokus

Die politische Großwetterlage spielt dem Unternehmen in die Karten. Bis Ende Juni muss das US-Handelsministerium einen Bericht zum heimischen Kupfermarkt vorlegen. Danach entscheidet das Weiße Haus über mögliche Zölle auf raffiniertes Kupfer.

Die Erwartung solcher Maßnahmen trieb die US-Kupferimporte Anfang des Jahres massiv nach oben. Sie verdoppelten sich auf über eine halbe Million Tonnen. Heimische Projekte rücken damit stärker in den Fokus. Die Vorkommen von Green Bridge im Duluth-Komplex in Minnesota passen exakt in dieses Raster.

Genehmigungen und Bohrergebnisse

Auf Projektebene wartet der Markt auf zwei konkrete Auslöser. Die Umweltbehörde von Minnesota prüft aktuell den Explorationsplan für das Serpentine-Projekt. Eine Entscheidung fällt voraussichtlich noch im Juni.

Gibt die Behörde grünes Licht, startet in der zweiten Jahreshälfte ein neues Bohrprogramm. Das Management will dabei nicht nur die bestehende Ressource bestätigen. Die Geologen suchen gezielt nach Kobalt und Platingruppenmetallen. Diese fehlen in der bisherigen Kalkulation komplett. Das Unternehmen plant eine erste wirtschaftliche Einschätzung spätestens 18 Monate nach Bohrbeginn.

Parallel dazu stehen die Laborergebnisse des Titac-Projekts aus. Erste Bohrungen zeigten bereits sichtbare Sulfidmineralisierungen über lange Abschnitte. Die Proben liegen nun zur Auswertung im Labor. Das Ziel: ein handfester Beweis für die Qualität der Vorkommen.

Solides Polster, schwacher Chart

Finanziell ist der Explorer für die kommenden Aufgaben gerüstet. Die Kasse ist mit rund vier Millionen Kanadischen Dollar gefüllt. Das reicht aus, um alle geplanten Arbeiten bis Jahresende ohne frisches Kapital zu finanzieren.

Auf dem Kurszettel zeigt sich indes ein anderes Bild. Nach einem Rückgang von gut 15 Prozent im vergangenen Monat rutschte die Aktie unter die 50-Tage-Linie. Der RSI-Indikator nähert sich mit einem Wert von 37 dem überverkauften Bereich.

Die kommenden Wochen definieren den weiteren Jahresverlauf. Auf der einen Seite stützen politische Bemühungen um sichere Lieferketten die heimischen Projekte. Dem gegenüber steht ein massives Überangebot an billigem Nickel aus Indonesien. Analysten erwarten, dass diese Marktschwäche bis Ende 2026 anhält. Liefert Green Bridge Metals im Juni die erhofften Bohrergebnisse und Genehmigungen, könnte das den negativen Branchentrend für die Aktie durchbrechen.