Die Aktie von Green Bridge Metals hat sich am Donnerstag um 5,92 Prozent erholt und steht bei 0,0644 Euro. Der Kurssprung fällt mit dem geplanten Abschluss einer wichtigen Finanzierungsrunde zusammen. Nach Wochen des Ausverkaufs richtet sich der Blick der Anleger nun auf die kommende Explorationssaison in Minnesota.
Erstmals eine Investmentbank an Bord
Im Zentrum der aktuellen Entwicklung steht der Abschluss eines öffentlichen Angebots von Wertpapiereinheiten. Green Bridge Metals will damit Bruttoerlöse von bis zu rund 5 Millionen kanadische Dollar einsammeln. Die Vancouver-ansässige Explorationsfirma hat für diese Runde Stifel Canada als alleinigen Bookrunner engagiert.
Das ist ein Novum für das Unternehmen. Bisherige Finanzierungen in den Jahren 2025 und Anfang 2026 liefen als nicht vermittelte Privatplatzierungen ab, ohne institutionelle Bank im Rücken.
Das Angebot umfasst bis zu 40 Millionen Einheiten zu je 0,125 kanadische Dollar. Jede Einheit besteht aus einer Stammaktie und einem Warrant, der über 36 Monate zu 0,155 kanadische Dollar ausgeübt werden kann. Marktbeobachter werten den Schritt zur institutionellen Zeichnung als Zeichen für einen professionelleren Zugang zu den Kapitalmärkten.
Bohrungen in Minnesota starten im August
Mit dem frischen Kapital ebnet Green Bridge Metals den Weg für die erste Bohrphase am Serpentine-Kupfer-Nickel-Projekt in Minnesota. Die nötigen Genehmigungen der Minnesota Department of Natural Resources liegen bereits vor. Als Auftragnehmer für die Diamantkernbohrungen hat das Unternehmen Foraco International verpflichtet.
Das Bohrprogramm soll im August beginnen und mindestens 1.640 Meter abdecken. Das Serpentine-Projekt liegt im Duluth-Komplex und verfügt über geschätzte Ressourcen von rund 279,9 Millionen Tonnen mit Gehalten von 0,37 Prozent Kupfer und 0,12 Prozent Nickel. Ein zusätzlicher, höhergradiger Anteil von 21,6 Millionen Tonnen weist 0,46 Prozent Kupfer und 0,16 Prozent Nickel auf.
Charttechnik: Erholung aus überverkaufter Zone
Der aktuellen Erholung ging ein heftiger Ausverkauf voraus. Binnen 30 Tagen verlor die Aktie fast 37 Prozent, ausgelöst vor allem durch Verwässerungssorgen im Zuge des Aktienangebots. Der Relative-Stärke-Index steht mittlerweile bei 31,9 Punkten und liegt damit nur knapp über der klassischen Überverkauft-Schwelle von 30.
Vom 52-Wochen-Hoch bei 0,2290 Euro trennen die Aktie inzwischen fast 72 Prozent. Der aktuelle Kurs liegt außerdem deutlich unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 0,1083 Euro. Das zeigt: Der Boden ist noch lange nicht gefunden, auch wenn die Jahresperformance mit einem Plus von 25,78 Prozent weiterhin positiv bleibt.
Ob sich der Kurs nachhaltig stabilisiert, dürfte stark vom Ausgang der Finanzierungsrunde und dem Start der Bohrungen abhängen. Ab August liefert das Serpentine-Projekt die ersten konkreten operativen Nachrichten seit Monaten.
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