H-Power liefert greifbare Ergebnisse. Der Wasserstoff-Spezialist, ehemals AFC Energy, meldet für das erste Halbjahr deutlich mehr Umsatz und weniger Verlust. Parallel dazu füllen neue Aufträge die Bücher.

An der Börse reagieren Anleger aktuell verhalten. Die Aktie notiert bei 0,15 Euro und verlor auf Monatssicht knapp 19 Prozent. Auf das gesamte Jahr gerechnet steht dennoch ein Plus von gut 23 Prozent auf der Anzeigetafel.

Finanzielle Basis gestärkt

Die Halbjahreszahlen zeigen einen klaren Trend. Der Umsatz vervielfachte sich auf 253.000 Pfund. Haupttreiber waren Wasserstoffverkäufe und eine Entwicklungspartnerschaft mit Komatsu. Der Verlust nach Steuern sank im Gegenzug auf 5,8 Millionen Pfund. Das Unternehmen verfügt über liquide Mittel von 17,4 Millionen Pfund.

Operativ macht H-Power ebenfalls Tempo. Speedy Hire bestellte 15 Wasserstoff-Generatoren für ein Joint Venture. Die Auslieferung hängt an einer CE-Zertifizierung. Diese erwartet das Management bis August.

In Saudi-Arabien testet TAMGO künftig zwei Anlagen des Unternehmens. Ein weiterer Meilenstein gelang in Großbritannien. Protium kauft 5.000 Kilogramm grünen Wasserstoff aus der Anlage in Dunsfold. Die britische Umweltbehörde hatte dafür zuvor die Genehmigung erteilt.

Fokus auf den Massenmarkt

Der Blick richtet sich nun auf die Produktpipeline. Die Entwicklung des mobilen Ammoniak-Crackers HY5 läuft nach Plan. Bis Ende 2026 will H-Power damit britische Industriekunden beliefern. Das Ziel: günstiger Wasserstoff in großen Mengen ohne staatliche Subventionen.