Fast 48 Prozent Abschlag zum Substanzwert — bei Hamborner REIT klafft eine ungewöhnlich große Lücke zwischen Börsenkurs und dem, was das Portfolio tatsächlich wert ist. Mit der Vorlage des vollständigen Geschäftsberichts diskutiert der Markt nun, ob das Management diese Lücke aktiv nutzen wird.
Der EPRA-NAV liegt bei 9,07 Euro je Aktie. Der Kurs notiert bei rund 4,79 Euro. Dieser Abstand befeuert Spekulationen über mögliche Aktienrückkäufe — denn auf diesem Niveau wäre jeder zurückgekaufte Euro bilanziell ein Schnäppchen. Ob und wann das Unternehmen tatsächlich ein Rückkaufprogramm auflegt, ist allerdings offen.
Zahlen im Rahmen, kein Ausreißer
Die operativen Kennzahlen für 2025 liefern kein Drama. Die Miet- und Pachterlöse sanken um knapp drei Prozent auf 90,3 Millionen Euro — hauptsächlich weil das Unternehmen im ersten Halbjahr 2024 Immobilien verkauft hatte. Der FFO erreichte 48,6 Millionen Euro, also 0,60 Euro je Aktie. Das entspricht einem Rückgang von rund sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr, trifft aber die eigene Prognose.
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Die Bilanz bleibt stabil. Die REIT-Eigenkapitalquote liegt bei 54,7 Prozent, der Verschuldungsgrad bei 44,3 Prozent. Das gibt dem Vorstand Spielraum — für die Portfoliotransformation und für eventuelle Rückkäufe.
Büro raus, Einzelhandel rein
Die eigentliche strategische Wette ist die Portfoliorotation. Büroimmobilien machen derzeit noch rund 43 Prozent des Bestands aus. Mittelfristig will das Unternehmen diesen Anteil auf 10 bis 20 Prozent drücken. Der Fokus soll stärker auf großflächigen Einzelhandel und Fachmärkte fallen.
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Das soll schrittweise passieren, um Verkäufe nicht unter Wert zu erzwingen. Die Vermietungsquote von 96,5 Prozent und eine gewichtete Restmietlaufzeit von 5,3 Jahren geben dafür eine solide Ausgangsposition.
Für Aktionäre bleibt die vorgeschlagene Dividende von 0,39 Euro je Aktie das kurzfristig greifbarste Argument — beim aktuellen Kurs entspricht das einer Rendite von rund 8,2 Prozent. Über diesen Vorschlag und die künftige Strategie entscheidet die Hauptversammlung im Juni 2026 in Essen. Die Quartalsmitteilung für Q1 2026 folgt voraussichtlich im Mai.
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