Hamborner REIT kämpft mit einer auffälligen Bewertungslücke. Während die Immobilienwerte in den Büchern stabil bleiben, verharrt der Aktienkurs auf niedrigem Niveau. Mittlerweile ist der Abschlag zum Substanzwert auf fast die Hälfte angewachsen.

Der Aktienkurs von 5,04 Euro spiegelt den inneren Wert des Unternehmens kaum wider. Der EPRA-NAV liegt laut jüngsten Berichten bei rund 9,07 Euro je Aktie. Rechnerisch ergibt das einen Kursabschlag von etwa 45 Prozent.

Umbau in Richtung Einzelhandel

Das Management baut das Portfolio konsequent um. Der Konzern reduziert den Anteil an Büroimmobilien und setzt verstärkt auf großflächigen Einzelhandel für die Nahversorgung. Aktuell umfasst der Bestand 63 Objekte.

Die operative Basis bleibt dabei stabil. Mit einer Vermietungsquote von 96,5 Prozent weist der Konzern eine hohe Auslastung auf. Lange Vertragslaufzeiten sichern parallel dazu die kalkulierbaren Zahlungsströme ab.

Für das Geschäftsjahr 2026 peilt der Vorstand ein operatives Ergebnis zwischen 38 und 42 Millionen Euro an. Die Mieteinnahmen sollen laut Prognose bis zu 89,5 Millionen Euro erreichen. Der leichte Rückgang gegenüber dem Vorjahr resultiert aus gezielten Immobilienverkäufen zur Portfoliostraffung.

Fokus auf die Dividende

Aktionäre profitieren von der Ausschüttungspolitik. Der Vorstand schlägt eine Dividende von 0,39 Euro je Aktie vor. Beim aktuellen Kursniveau führt das zu einer Dividendenrendite im oberen einstelligen Bereich.

Im Juni entscheidet die ordentliche Hauptversammlung über den Dividendenvorschlag. Dort steht auch die künftige strategische Ausrichtung zur Abstimmung. Charttechnisch bleibt die Rückeroberung der Marke von 5,00 Euro die wichtigste Voraussetzung für eine bessere Stimmung.