Hancock Whitney Aktie: Analysten greifen durch!

Raymond James hebt das Kursziel der Regionalbank an und bekräftigt die Kaufempfehlung, da attraktive Bewertung und starkes Kreditwachstum die Umsatzschwäche überwiegen.

Hancock Whitney Aktie
Kurz & knapp:
  • Kurszielerhöhung auf 79 Dollar bei Strong Buy
  • Starkes Kreditwachstum übertrifft Erwartungen
  • Aktive Kapitalrückgabe durch Aktienrückkäufe
  • Strategische Umschichtung des Anleihenportfolios

Die Aktie von Hancock Whitney notiert aktuell bei 67,60 Dollar und liegt damit nur 1% unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 68,84 Dollar. Doch während die Börsianer noch über die gemischten Quartalsergebnisse vom 20. Januar 2026 grübeln, haben die Experten von Raymond James bereits ihre Konsequenzen gezogen – und zwar überraschend positive.

Kurssziel erhöht trotz Umsatzschwäche

Raymond James hat das Kursziel für die Regionalbank von 78 auf 79 Dollar angehoben und bekräftigt gleichzeitig das „Strong Buy“-Rating. Eine bemerkenswerte Entscheidung, denn die Zahlen zum vierten Quartal 2025 fielen durchwachsen aus: Mit einem Gewinn je Aktie von 1,49 Dollar übertraf Hancock Whitney zwar knapp die Erwartungen von 1,48 Dollar. Die Erlöse von 389,3 Millionen Dollar verfehlten jedoch die Prognose von 391,49 Millionen Dollar. Die Reaktion der Anleger ließ nicht auf sich warten – im nachbörslichen Handel sackte der Titel um 1,96% auf 67 Dollar ab.

Warum also die Kaufempfehlung? Die Analysten verweisen auf eine Kennzahl, die oft übersehen wird: Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei nur 12,17 – ein Schnäppchen angesichts des erwarteten Gewinnwachstums. Das PEG-Ratio von 0,48 unterstreicht diese Bewertung zusätzlich.

Kreditwachstum überrascht positiv

Die wahre Story spielte sich im Kreditgeschäft ab. Mit einem annualisierten Wachstum von 6% übertraf die Bank die Erwartungen deutlich. Die Kreditvergabe kletterte im Quartalsvergleich um beachtliche 7,5%. Besonders stark zeigte sich das Gesundheitswesen sowie das ertragsbringende Gewerbeimmobiliengeschäft. Das gesamte Kreditportfolio erreichte zum Jahresende 24 Milliarden Dollar.

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Gleichzeitig sanken die Kosten für zinstragende Einlagen um 13 Basispunkte auf 2,42%, während die Kreditzinsen nur 12 Basispunkte auf 5,75% nachgaben. Diese Schere verschafft der Bank Spielraum. Die Nettozinsmarge blieb mit 3,48% nahezu stabil – nur ein Basispunkt Rückgang.

Kapital wird aktiv eingesetzt

Hancock Whitney scheut sich nicht, überschüssiges Kapital an die Aktionäre zurückzugeben. Im vierten Quartal flossen 146,6 Millionen Dollar in Aktienrückkäufe. Der materielle Buchwert je Aktie stieg um 2,6% auf 42,16 Dollar. Das Kurs-Buchwert-Verhältnis von 1,27 erscheint angesichts des Umsatzwachstums von 5,51% im vergangenen Jahr durchaus attraktiv.

Die Dividendenpolitik überzeugt ebenfalls: Seit 38 Jahren zahlt die Bank ununterbrochen Dividenden, die aktuelle Rendite liegt bei 2,66%. In den letzten drei Jahren wurde die Ausschüttung kontinuierlich erhöht.

Aggressive Expansion geplant

Das Management kündigte für 2026 einen deutlichen Personalaufbau an. Bis zu 50 neue umsatzgenerierende Mitarbeiter sollen das Team verstärken, nachdem bereits 22 Banker zwischen Q3 2024 und Q4 2025 eingestellt wurden. Der Fokus liegt auf den Wachstumsmärkten Texas und Florida, wo allein fünf neue Filialen im Großraum Dallas entstehen sollen.

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Die Investitionen zeigen erste Erfolge: Mobile Kontoeröffnungen stiegen um 20% im Jahresvergleich, 80% aller neuen Girokonten werden digital aktiv genutzt. Das macht diese Kundenbeziehungen besonders wertvoll.

Anleihenportfolio wird umgeschichtet

Anfang Januar 2026 vollzog die Bank einen strategischen Schachzug: Anleihen im Wert von 1,5 Milliarden Dollar mit einer Rendite von 2,49% wurden verkauft und durch Papiere mit 4,35% Verzinsung ersetzt. Die einmalige Belastung von 98,5 Millionen Dollar (0,93 Dollar je Aktie) dürfte sich in 50 Monaten amortisieren. Die Nettozinsmarge soll dadurch um 7 Basispunkte steigen, was jährlich 23,8 Millionen Dollar zusätzliche Zinserträge bedeutet.

Ausblick überzeugt die Profis

Für 2026 prognostiziert das Management ein Wachstum der Nettozinserträge um 5-6% sowie ein Plus bei den Gebühreneinnahmen von 4-5%. Kredite und Einlagen sollen im mittleren einstelligen Bereich zulegen. Die erwarteten beiden Zinssenkungen der Federal Reserve im April und Juli könnten allerdings Gegenwind bringen.

Raymond James hebt in seiner Analyse besonders die Drei-Jahres-Ziele hervor: Die Eigenkapitalrendite soll von derzeit 1,41% auf über 1,50% klettern. Bei einer Bewertung unter dem Branchendurchschnitt, stabiler Kreditqualität und anhaltender Gebührendynamik sehen die Analysten ein attraktives Chance-Risiko-Verhältnis – trotz der jüngsten Kursschwäche.

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