Heidelberg Materials steuert auf eine ereignisreiche Phase zu. Bis heute Mitternacht läuft die Frist für Aktionäre, Gegenanträge zur Hauptversammlung am 13. Mai einzureichen. Danach folgen Dividende, Aktienrückkauf und ein Quartalsbericht in kurzer Abfolge.

Dividende und Hauptversammlung

Die HV findet erneut virtuell statt. Das Management schlägt eine Dividende von 3,60 Euro je Aktie vor — rund neun Prozent mehr als im Vorjahr. Hauptthema neben der Gewinnverwendung ist die Entlastung der Gremien.

Weniger Aufmerksamkeit, aber institutionell relevant: Die Bestellung von CTO Axel Conrads läuft bis Ende Januar 2027. Er verantwortet die globalen technischen Kompetenzzentren und damit einen Kernbereich der Dekarbonisierungsstrategie. Wie es danach weitergeht, hat der Konzern bisher offengelassen.

Aktienrückkäufe auf Kurs

Unmittelbar nach der Hauptversammlung startet Heidelberg Materials die dritte Tranche seines Rückkaufprogramms. Das Volumen dieser Tranche: rund 450 Millionen Euro. Die zweite Tranche über 400 Millionen Euro schloss der Konzern bereits im Januar 2026 ab. Das Gesamtprogramm umfasst bis zu 1,2 Milliarden Euro und läuft bis Ende 2026.

Quartalsbericht als nächster Prüfstein

Am 6. Mai veröffentlicht Heidelberg Materials ein Trading-Update zum ersten Quartal 2026. Analysten wollen vor allem wissen, wie sich die Nachfrage im europäischen Bausektor entwickelt hat und ob Infrastrukturprojekte in Nordamerika Schwung bringen.

Das Jahresziel bleibt unverändert: ein operatives Ergebnis zwischen 3,40 und 3,75 Milliarden Euro. Das Effizienzprogramm „Transformation Accelerator“ soll bis Jahresende 500 Millionen Euro an jährlichen Einsparungen liefern. Das Q1-Update wird zeigen, ob der Konzern auf diesem Pfad bleibt.