Der Einstieg in den lukrativen Verpackungsdruck verlangt Heidelberger Druckmaschinen aktuell einiges an Flexibilität ab. Während der Kooperationspartner Manroland Sheetfed in ein Schutzschirmverfahren gerutscht ist, hält der Konzern an der gemeinsamen Großformatmaschine fest und übernimmt kurzerhand die volle operative Kontrolle.
Mehr Verantwortung beim Prestigeprojekt
Anfang April steht am Standort Wiesloch-Walldorf die Installation der ersten Cartonmaster CX 145 Demomaschine an. Das Projekt gilt als zentraler Baustein, um die Abhängigkeit vom stagnierenden Werbedruck zu verringern. Da der Hardware-Lieferant Manroland Sheetfed Anfang März ein Schutzschirmverfahren in Eigenverwaltung anmeldete, musste Heidelberg die Aufgaben für die Kooperation neu ordnen.
Das Unternehmen verantwortet nun Vertrieb, Service und die digitale Integration über das hauseigene Prinect-System vollständig selbst. Dies bindet zwar zusätzliche Kapazitäten, gewährt bei der Produktvermarktung aber auch mehr strategischen Freiraum, um das System im Live-Betrieb eigenständig zu präsentieren.
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Zweigeteiltes Zahlenwerk
Operativ präsentiert sich der Maschinenbauer derweil robust, wenngleich mit Schönheitsfehlern. In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres kletterte der Umsatz trotz negativer Währungseffekte um rund sechs Prozent auf 1,6 Milliarden Euro. Im dritten Quartal übertrafen das operative Ergebnis (EBITDA) und der Nettogewinn die Analystenerwartungen deutlich.
Ein spürbarer Rückgang beim Auftragseingang von 1,82 auf 1,63 Milliarden Euro trübt jedoch das Bild. Diese gemischte fundamentale Lage spiegelt sich auch an der Börse wider: Seit Jahresbeginn hat das Papier knapp 35 Prozent an Wert eingebüßt und notiert aktuell bei 1,32 Euro.
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Finanzierung und Ausblick
Um für die anstehende Transformation gerüstet zu sein, sicherte das Management kürzlich die Liquidität durch einen bis 2030 verlängerten Konsortialkredit über 436 Millionen Euro ab, der bislang zu 84 Prozent ungenutzt ist.
Die planmäßige Inbetriebnahme der Cartonmaster im April gilt nun als erster Belastungstest für die aufrechterhaltene Lieferkette mit dem restrukturierenden Partner Manroland. Am 10. Juni 2026 legt Heidelberger Druckmaschinen den vollständigen Jahresabschluss für 2025/26 vor. Dann wird sich anhand konsolidierter Zahlen ablesen lassen, in welchem Umfang die neuen Geschäftsfelder die Schwäche im klassischen Werbedruck bereits kompensieren können.
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