Manroland Sheetfed steckt im Schutzschirmverfahren, der Auftragseingang sinkt, und das ONBERG-Joint-Venture wartet noch auf behördliche Genehmigungen. Heidelberger Druckmaschinen hat derzeit einige offene Flanken — und der Kurs spiegelt die Unsicherheit wider.
Kooperation trotz Partnerturbulenzen
Der Konkurrent Manroland Sheetfed hatte am 3. März seine Restrukturierung per Schutzschirmverfahren bekanntgegeben. Als Hauptursache nennt das Unternehmen den schrumpfenden Markt für Druckmaschinen — besonders der chinesische Markt, einst für 40 Prozent der weltweiten Neumaschinenverkäufe verantwortlich, ist stark eingebrochen.
Heidelberg hält dennoch an der Kooperation fest. Anfang April soll am Standort Wiesloch-Walldorf die erste Cartonmaster CX 145 installiert werden — eine Großformat-Maschine, die auf der Roland Evolution 900 von Manroland basiert und in Heidelbergs digitales Ökosystem eingebunden wird. Heidelberg übernimmt dabei Vertrieb, Installation, Service und Schulungen weltweit. Die April-Installation ist damit der nächste konkrete Prüfstein: Sie zeigt, ob die Zusammenarbeit trotz des laufenden Schutzschirmverfahrens reibungslos funktioniert.
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Auf operativer Ebene präsentiert sich das Bild zwigeteilt. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2025/2026 wuchs der Umsatz um rund 6,1 Prozent, das bereinigte EBITDA verbesserte sich dank Effizienzmaßnahmen spürbar. Die Jahresprognose von rund 2,35 Milliarden Euro Nettoumsatz bleibt bestätigt. Allerdings ging der Auftragseingang zurück — ein Signal, das Investoren aufhorchen lässt.
ONBERG-Kurssprung verpufft
Mitte März sorgte die Gründung des Joint Ventures ONBERG Autonomous Systems kurz für Aufregung. Die Ankündigung eines Gemeinschaftsunternehmens mit dem US-Partner Ondas Holdings für autonome Drohnenabwehrsysteme in Europa — Heidelberg hält 49 Prozent, Standort ist Brandenburg an der Havel — löste einen Kurssprung von rund zehn Prozent aus.
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Die Euphorie hielt nicht lange. ONBERG benötigt zunächst behördliche Genehmigungen, nennenswerte Umsatzbeiträge erwartet Heidelberg frühestens im zweiten Halbjahr 2026. Der Kurs notiert mittlerweile wieder deutlich unter dem 50-Tage-Durchschnitt bei 1,59 Euro — und auch der Abstand zum 200-Tage-Schnitt von 1,86 Euro zeigt, wie weit die Aktie von stabileren Niveaus entfernt ist.
Am 10. Juni 2026 legt Heidelberg den Jahresbericht vor. Investoren werden darin prüfen, ob die Diversifikation in Verteidigungstechnik die Schwäche im Printgeschäft mittelfristig ausgleichen kann — und welche konkreten Fortschritte ONBERG bis dahin gemacht hat.
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