Kurz vor den geprüften Jahreszahlen gerät Heidelberger Druckmaschinen unter Druck. Mehrere Hedgefonds bringen sich in Stellung. Sie wetten auf fallende Kurse. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der Leerverkaufspositionen, die am Dienstag veröffentlicht wurde.
Wer wettet gegen den Maschinenbauer?
Insgesamt beläuft sich die aktive Shortquote auf 2,27 Prozent, was einem Wert von rund neun Millionen Euro entspricht. Drei große Akteure dominieren das Feld.
Die Datenbank Shortregister listet WorldQuant mit 0,91 Prozent der Anteile. Qube Research hält 0,73 Prozent. Citadel Advisors folgt knapp dahinter mit 0,63 Prozent. Diese Positionierung garantiert keine Kursverluste. Sie signalisiert aber deutliche Skepsis der Profi-Investoren.
Warnsignal aus dem April
Der Grund für diese Skepsis liegt wenige Wochen zurück, als das Management die Ergebnisprognose spürbar nach unten anpasste. Der Vorstand erwartet für das abgelaufene Geschäftsjahr nur noch eine bereinigte EBITDA-Marge von rund 6,6 Prozent.
Mehrere Faktoren belasten das operative Geschäft. Dazu zählen negative Währungseffekte und eine schwache Investitionsnachfrage. Parallel dazu kosten neue Projekte außerhalb des Kerngeschäfts viel Geld. Besonders der Bereich Defense verschlingt Vorabinvestitionen. Die Folge: spürbarer Margendruck.
Tiefer Fall an der Börse
An der Börse hinterlässt diese Gemengelage tiefe Spuren. Aktuell notiert das Papier bei 1,40 Euro. Zwar verzeichnet der Kurs am Dienstag ein leichtes Plus. Seit Jahresanfang steht jedoch ein Verlust von gut 31 Prozent auf der Anzeigetafel.
Der Abwärtstrend bleibt intakt. Die Aktie handelt weit unter der 200-Tage-Linie von 1,76 Euro. Auch das 52-Wochen-Tief bei 1,29 Euro rückt gefährlich nahe.
Nun muss das Unternehmen liefern. Die anstehenden geprüften Jahreszahlen entscheiden über die kurzfristige Richtung. Investoren achten dabei weniger auf den soliden Umsatz. Entscheidend werden die endgültige Marge und klare Aussagen zur strengeren Kostendisziplin.
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