Heidelberger Druckmaschinen Aktie: 2,27 Prozent short

Mehrere Hedgefonds positionieren sich mit Leerverkäufen gegen Heidelberger Druckmaschinen. Die gesenkte Prognose und der schwache Aktienkurs belasten das Unternehmen vor den geprüften Jahreszahlen.

Heidelberger Druckmaschinen Aktie
Kurz & knapp:
  • Shortquote von 2,27 Prozent erreicht
  • WorldQuant, Qube und Citadel aktiv
  • Geschäftsprognose im April gesenkt
  • Aktie fällt auf 1,40 Euro zurück

Kurz vor den geprüften Jahreszahlen gerät Heidelberger Druckmaschinen unter Druck. Mehrere Hedgefonds bringen sich in Stellung. Sie wetten auf fallende Kurse. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der Leerverkaufspositionen, die am Dienstag veröffentlicht wurde.

Wer wettet gegen den Maschinenbauer?

Insgesamt beläuft sich die aktive Shortquote auf 2,27 Prozent, was einem Wert von rund neun Millionen Euro entspricht. Drei große Akteure dominieren das Feld.

Die Datenbank Shortregister listet WorldQuant mit 0,91 Prozent der Anteile. Qube Research hält 0,73 Prozent. Citadel Advisors folgt knapp dahinter mit 0,63 Prozent. Diese Positionierung garantiert keine Kursverluste. Sie signalisiert aber deutliche Skepsis der Profi-Investoren.

Warnsignal aus dem April

Der Grund für diese Skepsis liegt wenige Wochen zurück, als das Management die Ergebnisprognose spürbar nach unten anpasste. Der Vorstand erwartet für das abgelaufene Geschäftsjahr nur noch eine bereinigte EBITDA-Marge von rund 6,6 Prozent.

Mehrere Faktoren belasten das operative Geschäft. Dazu zählen negative Währungseffekte und eine schwache Investitionsnachfrage. Parallel dazu kosten neue Projekte außerhalb des Kerngeschäfts viel Geld. Besonders der Bereich Defense verschlingt Vorabinvestitionen. Die Folge: spürbarer Margendruck.

Tiefer Fall an der Börse

An der Börse hinterlässt diese Gemengelage tiefe Spuren. Aktuell notiert das Papier bei 1,40 Euro. Zwar verzeichnet der Kurs am Dienstag ein leichtes Plus. Seit Jahresanfang steht jedoch ein Verlust von gut 31 Prozent auf der Anzeigetafel.

Der Abwärtstrend bleibt intakt. Die Aktie handelt weit unter der 200-Tage-Linie von 1,76 Euro. Auch das 52-Wochen-Tief bei 1,29 Euro rückt gefährlich nahe.

Nun muss das Unternehmen liefern. Die anstehenden geprüften Jahreszahlen entscheiden über die kurzfristige Richtung. Investoren achten dabei weniger auf den soliden Umsatz. Entscheidend werden die endgültige Marge und klare Aussagen zur strengeren Kostendisziplin.

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Über Dieter Jaworski 4803 Artikel

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Mein Weg: Von Siemens-Aktien zur professionellen Analyse

Meine Faszination für Finanzen begann früh. Die ersten eigenen Aktien (Siemens-Belegschaftsaktien 1980) weckten mein Interesse. Während meines Elektrotechnikstudiums vertiefte ich mich im Selbststudium in die Analyse von Aktien und Unternehmensdaten. Die Dotcom-Blase um 2000 war eine prägende Erfahrung – der Verlust von 50% des Kapitals verdeutlichte mir schmerzhaft: „Gier frisst Hirn“. Diese Lektion führte zur Entwicklung disziplinierter Strategien im Bereich Value Investing und Momentum.

Parallel zu meiner wachsenden Finanzexpertise war ich 29 Jahre bei Siemens in internationalen Positionen tätig (u.a. Netzplanung, technische Großprojekte, Vertriebsleitung). Diese Zeit verschaffte mir tiefe Einblicke in die Abläufe und Kennzahlen großer Konzerne – ein unschätzbarer Vorteil für die heutige Aktienbewertung. Ich war zudem im Research-Team eines Finanzinstituts und als Gutachter für einen Wirtschaftsverlag tätig.

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