Gewinnwarnung, Margenverfehlungen, ein neues Joint Venture im Aufbau — und jetzt setzt der Aufsichtsrat ein klares Zeichen: Heidelberger Druckmaschinen verlängert die Verträge seiner gesamten Führungsspitze vorzeitig.
Langfristige Führung trotz kurzfristiger Schwäche
CEO Jürgen Otto bleibt bis Juli 2029, Vertriebs- und Technologievorstand Dr. David Schmedding sogar bis Juni 2031. Die Verlängerungen fallen mitten in eine Phase, in der das Unternehmen mit einer Prognoseverfehlung kämpft. Das Führungsduo soll den Transformationskurs — Diversifizierung, Effizienzsteigerung, neue Technologiefelder — ohne Bruch fortsetzen.
Das Timing ist kein Zufall. Nach einer turbulenten Handelswoche signalisiert der Aufsichtsrat damit Kontinuität, wo Anleger zuletzt Unsicherheit sahen.
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Marge verfehlt, Umsatz gehalten
Die bereinigte EBITDA-Marge für das am 31. März 2026 abgelaufene Geschäftsjahr liegt voraussichtlich bei rund 6,6 Prozent — das ursprüngliche Ziel von 7,1 Prozent wurde klar verfehlt. Als Ursachen nennt das Unternehmen einen ungünstigen Produktmix, Währungsgegenwind und die Investitionszurückhaltung in der Maschinenbaubranche infolge des iranischen Konflikts Ende Februar.
Auf der Habenseite: Das Umsatzziel wurde auf währungsbereinigter Basis nach vorläufigen Berechnungen erreicht. Kein Totalausfall, aber auch kein Freifahrtschein.
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Drohnenabwehr als Wachstumswette
Parallel dazu hat das Joint Venture ONBERG Autonomous Systems am 14. April offiziell den Betrieb aufgenommen — am Standort Brandenburg an der Havel, gemeinsam mit dem Partner Ondas Autonomous Systems. Das Ziel: autonome Drohnenabwehrsysteme für den europäischen Markt.
Erste nennenswerte Umsätze werden frühestens in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2026/2027 erwartet. Bis dahin belasten die Vorabinvestitionen die operativen Margen zusätzlich — der Einstieg in das neue Segment hat seinen Preis.
Die Aktie notiert derzeit um 1,60 bis 1,65 Euro und hat sich nach dem Kursrutsch stabilisiert. Das durchschnittliche Analystenkursziel liegt bei rund 2,05 Euro. Am 10. Juni legt Heidelberger die endgültigen Zahlen für 2025/2026 vor — dann zeigt sich, wie viel von der Margenschwäche strukturell ist und wie viel sich mit besseren Rahmenbedingungen wieder aufholen lässt. Davor gilt die Messe interpack im Mai als erster Stimmungstest für das Segment Verpackungsdruck.
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