Heidelberger Druckmaschinen rückt in einen völlig neuen Markt vor. Mit dem operativen Start des Joint Ventures ONBERG Autonomous Systems wandelt sich der Druckmaschinen-Spezialist zum Rüstungs- und Sicherheitsakteur. Der eigentliche Treiber für diesen Schritt ist nicht allein die Technologie, sondern der massive regulatorische Druck durch das deutsche KRITIS-Dachgesetz.
Serienfertigung in Brandenburg
Am 14. April hat das Gemeinschaftsunternehmen den Betrieb in Brandenburg an der Havel aufgenommen. Heidelberger Druckmaschinen und der amerikanisch-israelische Partner Ondas Autonomous Systems bündeln dort ihre Kräfte. Auf einer Produktionsfläche von 30.000 Quadratmetern fertigten knapp 380 Beschäftigte bislang Präzisionskomponenten für Druckmaschinen. Künftig laufen hier integrierte Abwehrsysteme gegen Drohnen vom Band.
Das Geschäftsmodell zielt direkt auf den Handlungsdruck bei kritischen Infrastrukturen ab. Rund 2.000 Einrichtungen in Deutschland fallen unter das KRITIS-Dachgesetz und müssen ihre Schutzmaßnahmen zwingend ausbauen. Flughäfen und Energieversorger stehen dabei ebenso im Fokus wie Bundeswehr-Standorte, da Drohnensichtungen seit dem russischen Angriff auf die Ukraine spürbar zugenommen haben.
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Reale Tests in der Ukraine
ONBERG positioniert sich als Komplettanbieter, der Detektion, Auswertung und Abwehr kombiniert. Das Unternehmen fährt dabei eine Dual-Use-Strategie für zivile und militärische Zwecke. Zum Einsatz kommt zunächst das System „Iron Drone Raider“, das feindliche Fluggeräte mit autonomen Abfangdrohnen ausschaltet. Der Markteintritt erfolgt parallel in Deutschland und der Ukraine. Im Kriegsgebiet lassen sich die Abwehrsysteme unter realen Einsatzbedingungen testen und weiterentwickeln.
Der Aufbau dieses neuen Standbeins fordert finanziell seinen Tribut. Vorgezogene Investitionen in das Defense-Geschäft sowie eine plötzliche Investitionszurückhaltung seit Beginn des Iran-Konflikts führten zu einer Prognoseanpassung für das Geschäftsjahr 2025/2026.
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Nennenswerte Umsätze aus der Drohnenabwehr erwartet das Management erst in der zweiten Jahreshälfte 2026. Der operative Break-even soll etwa zwölf Monate nach dem vollständigen Produktionshochlauf erreicht sein. Die größte Hürde bleibt die komplexe Skalierung der Serienfertigung. Strenge Zertifizierungen, Exportkontrollen und anfällige Lieferketten für Elektronik bergen spürbare Verzögerungsrisiken.
Vorlaufkosten belasten das Ergebnis
Am 10. Juni legt Heidelberger Druckmaschinen die detaillierte Jahresbilanz vor. Nach vorläufigen Zahlen erreicht der Konzern währungsbereinigt sein anvisiertes Umsatzziel, auch der Auftragseingang blieb stabil. Die Segmentberichte werden im Juni offenlegen, wie stark die Vorlaufkosten für das ONBERG-Projekt das aktuelle Gesamtergebnis tatsächlich belasten.
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