Heidelberger Druckmaschinen überrascht mit starken Zahlen nach neun Monaten im Geschäftsjahr 2025/2026. Während der Umsatz um 6,1 Prozent auf 1,602 Milliarden Euro kletterte, verbesserte sich die bereinigte EBITDA-Marge deutlich von 5,7 auf 7,1 Prozent. Die Effizienzmaßnahmen greifen spürbar – trotz eines schwierigen Marktumfelds.
Personalkostenquote sinkt drastisch
Die Zahlen zeigen: Der eingeschlagene Sparkurs wirkt. Die Personalkostenquote fiel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 39 auf 36 Prozent. Das bereinigte EBITDA stieg signifikant von 86 auf 114 Millionen Euro. Auch das Ergebnis nach Steuern drehte ins Plus – von minus 42 Millionen Euro auf plus 17 Millionen Euro.
Besonders erfreulich: Der Umsatz konnte von Quartal zu Quartal gesteigert werden. Das dritte Quartal allein brachte 617 Millionen Euro – vier Prozent mehr als im Vorjahr. Europa und das Maschinengeschäft im Verpackungs- und Etikettendruck entwickelten sich dabei überdurchschnittlich. Allerdings bremsten negative Währungseffekte in Höhe von 44 Millionen Euro die Dynamik spürbar.
Defense und Energie als neue Standbeine
Der Druckmaschinenbauer wandelt sich zum Technologiekonzern. Unter der neu gegründeten HD Advanced Technologies GmbH bündelt Heidelberg seine Aktivitäten in den Bereichen Verteidigung, Sicherheit, Energie und Ladeinfrastruktur. Der Umsatz in diesem Segment kletterte leicht von 41 auf 42 Millionen Euro – noch überschaubar, aber strategisch bedeutsam.
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Im Kerngeschäft läuft es robust: Das Segment Print & Packaging Equipment steigerte den Umsatz von 705 auf 804 Millionen Euro. Bei Digital Solutions & Lifecycle gab es einen leichten Rückgang von 763 auf 755 Millionen Euro. Die neue Jetfire 75 soll hier für zusätzliche Impulse sorgen.
Auftragseingang unter Druck
Nicht alles glänzt: Der Auftragseingang sank nach neun Monaten von 1.823 auf 1.628 Millionen Euro. Heidelberg führt das auf den Wegfall des drupa-Effekts zurück – die weltgrößte Druckmesse hatte 2024 für einen außergewöhnlich starken Vorjahreswert gesorgt. Hinzu kommen Währungseffekte von minus 46 Millionen Euro.
Immerhin: In der Region Americas zog der Auftragseingang im dritten Quartal um 17 Prozent an. Der Auftragsbestand schrumpfte allerdings deutlich von 903 auf 709 Millionen Euro. Das könnte die kommenden Quartale belasten.
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Der Free Cashflow blieb mit minus 81 Millionen Euro zwar negativ, verbesserte sich aber gegenüber dem Vorjahr (minus 97 Millionen Euro). Die Polar-Akquisition und Restrukturierungskosten im hohen einstelligen Millionenbereich belasten weiterhin.
Prognose bestätigt – mit Vorbehalt
Vorstandschef Jürgen Otto hält trotz allem am Ausblick fest: 2.350 Millionen Euro Umsatz werden für das Gesamtjahr 2025/2026 angepeilt. Bei der EBITDA-Marge zeigt man sich vorsichtiger – sie dürfte eher im unteren Bereich der angepeilten acht Prozent landen. Als Gründe nennt Heidelberg erhebliche Währungseffekte und die schwache gesamtwirtschaftliche Lage.
Die Transformation in neue Geschäftsfelder bleibt Chefsache. Ob daraus mittelfristig ein relevanter Umsatzbeitrag wird, muss sich aber erst noch zeigen.
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