Heidelberger Druckmaschinen Aktie: Prognose gekappt!

Der Druckmaschinenbauer korrigiert seine Ertragsprognose nach unten. Die operative Marge bleibt hinter den Zielen zurück, was auf Investitionszurückhaltung der Kunden und hohe Startkosten im neuen Rüstungsgeschäft zurückzuführen ist.

Heidelberger Druckmaschinen Aktie
Kurz & knapp:
  • Bereinigte EBITDA-Marge verfehlt ursprüngliches Ziel
  • Kundeninvestitionen in Druckbranche bremsen aus
  • Hohe Startkosten für neues Drohnenabwehr-Joint Venture
  • Führungsverträge zur Absicherung des Umbaus verlängert

Starke Nachfrage im Kerngeschäft, ein spürbarer Dämpfer beim Ertrag. Bei Heidelberger Druckmaschinen klaffen Umsatz und operative Marge aktuell auseinander. Der Konzern hat seine Ergebnisprognose für das abgelaufene Geschäftsjahr nach unten korrigiert.

Kunden halten sich zurück

Nach vorläufigen Zahlen erreicht das Unternehmen eine bereinigte EBITDA-Marge von rund 6,6 Prozent. Das Management hatte ursprünglich mehr als 7,1 Prozent angepeilt. Währungsbereinigt konnte der Maschinenbauer seine Umsatzziele zwar erfüllen. Der Ertrag bleibt jedoch hinter den Erwartungen zurück.

Als Hauptgrund nennt der Vorstand, dass Kunden in der Druckbranche plötzlich weniger investieren. Diese Entwicklung resultiert maßgeblich aus dem Ende Februar eskalierten Iran-Konflikt. Parallel dazu belasten ungünstige Währungseffekte und ein schwacher Produktmix im vierten Quartal die Bilanz. Die Folge: Margendruck.

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Teurer Start in der Rüstung

Ein weiterer Kostentreiber ist hausgemacht. Heidelberger Druckmaschinen investiert massiv in neue Geschäftsfelder abseits des klassischen Drucks. Im Fokus steht der Rüstungsbereich. Mitte April startete das Joint Venture ONBERG offiziell den operativen Betrieb.

Gemeinsam mit dem Partner Ondas Holdings baut das Unternehmen nun autonome Drohnenabwehrsysteme. Der Konzern investierte vorab stark in den Produktionsstandort Brandenburg an der Havel. Das belastete das Ergebnis im Schlussquartal zusätzlich. Das Management wertet diesen Schritt als zentralen Baustein. Die Rüstungssparte soll künftig stark wachsen.

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Kontinuität an der Spitze

Um den Umbau abzusichern, verlängerte der Aufsichtsrat die Verträge der Führungsspitze. CEO Jürgen Otto bleibt bis Sommer 2029 im Amt. Vertriebsvorstand David Schmedding bindet sich bis 2031 an den Konzern. Die Börse reagierte dennoch nervös auf die neuen Zahlen.

Die Aktie gab nach der Meldung um fast fünf Prozent nach. Das Papier notiert aktuell bei rund 1,63 Euro. Am 10. Juni legt der Konzern die endgültigen Bilanzen vor. Dann präsentiert der Vorstand auch die detaillierte Prognose für das neue Geschäftsjahr.

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