Heidelberger Druckmaschinen: Jahreszahlen am 10. Juni

Der Umbau zum Technologiekonzern drückt die Profitabilität: Heidelberger Druck verfehlt die Margenprognose, hält aber am Umsatzziel fest.

Heidelberger Druckmaschinen Aktie
Kurz & knapp:
  • EBITDA-Marge fällt auf 6,6 Prozent
  • Aufwendungen für Drohnenabwehr-Joint-Venture belasten
  • Umsatzziel währungsbereinigt erreicht
  • Vorstandverträge vorzeitig verlängert

Der Umbau vom klassischen Druckmaschinenhersteller zum Technologiekonzern fordert seinen Tribut. Heidelberger Druckmaschinen verfehlt die eigene Gewinnprognose, hält aber beim Umsatz Kurs. Die Ursache für den Margendruck liegt ironischerweise genau in dem Bereich, der die strategische Zukunft des Unternehmens sichern soll: dem neuen Verteidigungsgeschäft.

Eine Ad-hoc-Mitteilung von Mitte April offenbarte die Bremsspuren. Die bereinigte EBITDA-Marge für das abgelaufene Geschäftsjahr landet nach vorläufigen Zahlen bei rund 6,6 Prozent. Ursprünglich hatte das Management eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahreswert von 7,1 Prozent angepeilt.

Für die schwächere Profitabilität nennt die Führungsebene klare Gründe. Einerseits dämpfte der Ausbruch des Iran-Konflikts Ende Februar die Investitionsbereitschaft der Stammkunden spürbar. Andererseits belasten vorgezogene Aufwendungen für das neue Joint Venture ONBERG das Ergebnis. Währungsbereinigt erreicht der Konzern immerhin sein Umsatzziel, auch der Auftragseingang knüpft an den positiven Trend der Vorquartale an.

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Teurer Einstieg in die Drohnenabwehr

Über die Tochtergesellschaft HD Advanced Technologies baut das Unternehmen in Brandenburg an der Havel eine Produktion für Drohnenabwehrsysteme auf. Partner in dem Gemeinschaftsunternehmen ist die amerikanisch-israelische Ondas Autonomous Systems. Heidelberger hält 49 Prozent der Anteile und bringt seine Fertigungskompetenz ein. Ondas liefert die nötige Sensortechnologie und Luftbildintelligenz. Zielkunden sind Flughäfen, Bundeswehr-Standorte und Energieversorger.

Bis die Neuausrichtung Gewinne abwirft, vergeht allerdings noch Zeit. Nennenswerte Umsätze aus diesem Segment erwartet das Management erst in der zweiten Jahreshälfte 2026. Der operative Break-even soll etwa zwölf Monate nach dem vollständigen Produktionshochlauf erreicht sein. Marktbeobachter rechnen für die Folgejahre bereits mit dreistelligen Millionenumsätzen.

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Aufsichtsrat stützt den Vorstand

Ungeachtet der kurzfristigen Margenbelastung hält der Aufsichtsrat an der strategischen Route fest. Das Kontrollgremium verlängerte die Verträge der Führungsspitze vorzeitig. Vorstandschef Jürgen Otto bleibt nun bis Ende Juli 2029 im Amt.

Vertriebsvorstand Dr. David Schmedding bindet das Unternehmen bis Mitte 2031 an sich. Beide Manager treiben seit Sommer 2024 den Umbau des Traditionskonzerns voran.

Wie tief die Vorlaufkosten für das ONBERG-Projekt tatsächlich in die Bilanz schneiden, belegen die vollständigen Jahreszahlen. Heidelberger Druckmaschinen veröffentlicht die detaillierten Segmentberichte am 10. Juni 2026. Knapp zwei Monate später, am 19. August, folgt die ordentliche Hauptversammlung.

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