Hellofresh Aktie: Italien-Rückzug!

Hellofresh zieht sich aus Italien zurück und meldet sinkende Umsätze für 2025, während der operative Gewinn leicht steigt. Die Aktie verliert deutlich.

Hellofresh Aktie
Kurz & knapp:
  • Umsatzrückgang um 12 Prozent auf 6,8 Milliarden Euro
  • Bereinigtes EBITDA steigt auf 423 Millionen Euro
  • Kompletter Marktaustritt aus Italien beschlossen
  • Aktie stürzt im Handel um über sechs Prozent ab

Der Kochboxenversender zieht sich vom italienischen Markt zurück. Trotz sinkender Umsätze kletterte der operative Gewinn – doch reicht das, um die Anleger zu überzeugen?

Hellofresh veröffentlichte heute vorläufige Zahlen für 2025, die ein zwiespältiges Bild zeichnen. Der Umsatz brach um knapp 12 Prozent auf rund 6,8 Milliarden Euro ein. Währungsbereinigt bedeutet das ein Minus von 9 Prozent. Besonders das Fertiggerichte-Geschäft enttäuschte im Schlussquartal. Bei den klassischen Kochboxen verlangsamte sich der Rückgang immerhin zum Jahresende hin.

Das bereinigte EBITDA stieg dagegen um 6 Prozent auf 423 Millionen Euro – währungsbereinigt sogar um 14 Prozent. Allerdings landete der Konzern damit am unteren Ende der selbst gesteckten Spanne von 415 bis 465 Millionen Euro. Das Kochboxen-Segment steigerte seine Marge auf 13,5 Prozent und trug die Profitabilität.

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Radikale Effizienzmaßnahmen

Jetzt greift Hellofresh zum Rotstift: Der komplette Rückzug aus Italien ist beschlossen. In Spanien läuft zudem ein kollektives Kündigungsverfahren. Die Begründung des Managements: Für beide Märkte gebe es keine klare Perspektive, die nötige Größe und Rentabilität zu erreichen. Eine ehrliche, aber schmerzhafte Einschätzung.

Die Umsatztrends setzen sich 2026 bislang ähnlich fort. Zusätzlich belasten extreme Wetterbedingungen im Januar die Auslieferungen und Profitabilität in wichtigen europäischen Märkten sowie den USA. Die vollständigen Jahreszahlen will der Konzern am 18. März vorlegen.

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Anleger reagieren nervös

Im vorbörslichen Tradegate-Handel stürzte die Aktie zeitweise um 6,26 Prozent auf 5,30 Euro ab. Die Marktteilnehmer scheinen den Marktaustritt und die schwachen Umsatztrends stärker zu gewichten als die Effizienzgewinne. Der Titel bleibt damit klar im Abwärtstrend.

Parallel dazu meldete JPMorgan Chase leichte Veränderungen bei seiner Hellofresh-Beteiligung. Die Investmentbank hält nun 1,22 Prozent direkte Stimmrechte und 5,13 Prozent über Finanzinstrumente – insgesamt 6,35 Prozent. Die Position wurde leicht reduziert von zuvor 6,43 Prozent.

Hellofresh kämpft weiter mit der strukturellen Herausforderung: Nach dem Pandemie-Boom normalisiert sich die Nachfrage. Der Konzern setzt auf Profitabilität statt Wachstum – doch ob diese Strategie die Anleger überzeugt, bleibt offen.

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