Die Hensoldt-Aktie nimmt Kurs auf eine historisch bedeutsame Schlüsselmarke. Mit einem Tagesplus von bislang 0,7 % schafft es der Titel nun auf 90,96 Euro. Trotz einer leichten vorbörslichen Beruhigung bleibt das Chartbild somit extrem spannend. Nachdem die Hürden bei 83,40 bis 85,36 Euro sehr schnell übersprungen wurden, steht nun die Widerstandszone zwischen 91,26 und 91,72 Euro unmittelbar im Fokus der Bullen.

Auf dem Weg zum Allzeithoch

Ein erfolgreicher Ausbruch über die 91er-Marke wäre der direkte Wegbereiter für das eigentliche Hauptziel: die mächtige Barriere bei 95,30 bis 96,70 Euro. Ein nachhaltiger Sprung darüber würde die seit Monaten andauernde Seitwärtsspanne endgültig sprengen. Gelingt dieser Befreiungsschlag, öffnet sich der Raum für einen Durchmarsch in Richtung der Topzone von 107,00 bis 108,90 Euro. Als übergeordnetes Fernziel stünde dann das Allzeithoch bei 117,70 Euro auf dem Kurszettel. Stützend wirkt dabei ein positiver Chaikin Money Flow von 0,14.

Überkaufte Indikatoren mahnen zur Vorsicht

Allerdings mahnen die Oszillatoren kurzfristig zur Achtsamkeit. Der Stochastic RSI ist mit 94,41 tief im überkauften Bereich angesiedelt und auch der klassische RSI nähert sich mit 69,38 der oberen Belastungsgrenze. Sollte die Aktie an den aktuellen Hürden abprallen, droht eine rasche Konsolidierung. Nach unten sichern zunächst die Bereiche um 83,40 bis 85,36 Euro sowie 82,00 Euro ab.

Starkes Auffangnetz schützt nach unten

Besonders beruhigend für Investoren: Ein dichtes Bündel gleitender Durchschnitte bildet knapp darunter eine massive Unterstützung. Die 20-Tage-Linie bei 79,96 Euro sowie die 50- und 200-Tage-Linien bei jeweils 78,81 Euro fangen etwaige Rücksetzer verlässlich ab. Erst bei einem Bruch dieser Unterstützung droht ein Abgleiten in Richtung des Hauptbodens bei 63,18 bis 64,80 Euro. Solange dieses Netz hält, bleibt das Ausbruchsszenario voll intakt.