Zwei Wochen vor der Hauptversammlung liefert Hensoldt einen bemerkenswert starken Quartalsbericht — und trotzdem gibt der Kurs nach. Am Freitag verliert die Aktie gut drei Prozent auf 75,10 Euro, rund 35 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch vom Oktober 2025.
Auftragseingang mehr als verdoppelt
Das erste Quartal 2026 war operativ außergewöhnlich stark. Der Auftragseingang sprang auf 1,48 Milliarden Euro — mehr als doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum. Der Auftragsbestand wuchs um 41 Prozent auf ein neues Rekordniveau von knapp 9,8 Milliarden Euro. Das Book-to-Bill-Verhältnis lag konzernweit bei 3,0x — ein klares Signal für strukturell gestiegene Nachfrage in europäischen Verteidigungssegmenten.
Haupttreiber war das Segment Optronics. Die Bundeswehr will ihre Schützenpanzer Puma und Schakal mit digitaler Optronik ausrüsten — das bescherte der Sparte Aufträge von 759 Millionen Euro, nach lediglich 50 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Das Book-to-Bill-Verhältnis des Segments erreichte 7,8x. Die bereinigte EBITDA-Marge verbesserte sich von 1,3 auf 12,2 Prozent.
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Nedinsco-Akquisition stärkt Lieferkette
Parallel zu den starken Quartalszahlen läuft die geplante Übernahme des niederländischen Optronik-Spezialisten Nedinsco. Im März 2026 unterzeichnete Hensoldt die entsprechende Vereinbarung. Nedinsco entwickelt elektrooptische Sensorsysteme — Periskope, Fahrersichtsysteme, Subsysteme für optronische Sensoreinheiten — und beschäftigt rund 140 Mitarbeiter an Standorten in Venlo und Eindhoven. Die Transaktion soll aus vorhandenen Mitteln finanziert und vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen Mitte 2026 abgeschlossen werden.
Dividende steigt, Prognose bestätigt
Auf der Hauptversammlung am 22. Mai steht neben dem Quartalsbericht die Dividende zur Abstimmung. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen eine Erhöhung von 0,50 auf 0,55 Euro je Aktie vor. Der Ex-Tag ist für den 25. Mai festgesetzt, die Auszahlung für den 27. Mai geplant.
Die Jahresprognose bleibt unverändert: Hensoldt erwartet einen Umsatz von rund 2,75 Milliarden Euro und eine bereinigte EBITDA-Marge zwischen 18,5 und 19,0 Prozent. Die Halbjahreszahlen folgen am 31. Juli 2026 — dann wird sich zeigen, ob das außergewöhnliche Auftragsmomentum aus dem ersten Quartal anhält.
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