Der Rüstungsspezialist Hensoldt hat heute seine Zahlen für 2025 vorgelegt – und die fallen deutlich besser aus als erwartet. Das Unternehmen profitiert massiv vom anhaltenden globalen Rüstungsboom und verzeichnete einen historischen Auftragseingang. Der Auftragsbestand ist so prall gefüllt wie nie zuvor, die Profitabilität steigt weiter.

Die Aktie dürfte auf die Zahlen positiv reagieren. Denn Hensoldt liefert nicht nur starke Ergebnisse für das abgelaufene Jahr, sondern konkretisiert auch die Ziele für 2026 – und die liegen nur knapp unter den Analystenerwartungen. Gleichzeitig winkt den Aktionären eine höhere Dividende.

Auftragseingang explodiert um 62 Prozent

Die wichtigste Kennzahl zuerst: Der Auftragseingang schoss im vergangenen Jahr um satte 62 Prozent auf rund 4,7 Milliarden Euro in die Höhe. Das ist ein neuer Rekord für den MDAX-Konzern aus Taufkirchen. Die Auftragsbücher sind damit prall gefüllt – ein deutliches Zeichen dafür, dass die weltweite Nachfrage nach Radartechnik und Sensorlösungen ungebrochen ist.

Auch beim Umsatz lief es rund: Die Erlöse kletterten um knapp 10 Prozent auf 2,46 Milliarden Euro. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) legte um fast 12 Prozent auf 452 Millionen Euro zu. Die operative Marge verbesserte sich von 18,1 auf 18,4 Prozent.

Ausblick: Weiteres Wachstum geplant

Für 2026 peilt Hensoldt einen Umsatz von rund 2,75 Milliarden Euro an – das entspräche einem Plus von etwa 12 Prozent gegenüber 2025. Die operative Marge soll auf 18,5 bis 19,0 Prozent steigen. Analysten hatten beim Umsatz zwar etwas mehr erhofft, bei der Marge lagen ihre Schätzungen aber bereits am oberen Ende der nun genannten Bandbreite.

Die Aktionäre können sich über eine Dividendenerhöhung freuen: Statt bisher 50 Cent sollen nun 55 Cent je Aktie ausgeschüttet werden. Das ist eine Steigerung um 10 Prozent und unterstreicht das Vertrauen des Managements in die weitere Entwicklung.

Die Zahlen zeigen: Hensoldt schwimmt weiter auf der Rüstungswelle. Der Auftragsbestand sichert das Wachstum für die kommenden Jahre ab, die Profitabilität steigt kontinuierlich. Anleger dürften das honorieren.