Hensoldt meldet einen Rekordauftragseingang von 4,7 Milliarden Euro – 62 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Auftragsbestand schwillt auf 8,8 Milliarden Euro an, mehr als das Dreifache des Jahresumsatzes. Doch die Aktie verlor zunächst deutlich an Wert. Der Grund: Das Unternehmen kann die massive Nachfrage produktionsseitig nicht bewältigen. Die Prognose für 2026 enttäuschte den Markt.
Solide Zahlen, verhaltener Ausblick
Der Umsatz kletterte um knapp zehn Prozent auf 2,5 Milliarden Euro. Das bereinigte EBITDA erreichte 452 Millionen Euro bei einer Marge von 18,4 Prozent – oberhalb der eigenen Prognose. Der bereinigte Free Cashflow verbesserte sich auf 347 Millionen Euro, getrieben durch operative Stärke und Vorauszahlungen.
Für 2026 erwartet Hensoldt einen Umsatz von rund 2,75 Milliarden Euro und eine EBITDA-Marge zwischen 18,5 und 19 Prozent. Der Mittelpunkt dieser Guidance liegt etwa zwei Prozent unter den Analystenschätzungen. Die Botschaft ist eindeutig: Nicht fehlende Aufträge bremsen das Wachstum, sondern die begrenzten Produktionskapazitäten.
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Volatile Kurswoche mit überraschendem Rebound
Die Hensoldt-Aktie büßte auf Wochensicht über zehn Prozent ein. Am 2. März sprang der Kurs jedoch um 8,3 Prozent nach oben. Als Auslöser gilt die geopolitische Eskalation im Nahen Osten: Die eingesetzten Waffensysteme – ballistische Kurzstreckenraketen, Marschflugkörper und Drohnenschwärme – spielen genau Hensoldts Kernprodukten in die Karten.
Aktuell notiert die Aktie bei 78,05 Euro, deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch von 115,10 Euro. Die vorgeschlagene Dividende steigt auf 0,55 Euro je Aktie, fiel aber geringer aus als von vielen erhofft.
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CEO-Verlängerung als Stabilitätsanker
Der Aufsichtsrat verlängerte den Vertrag von CEO Oliver Dörre vorzeitig um fünf Jahre bis Ende 2031. Ein klares Bekenntnis zur Kontinuität in einer Phase strategischer Transformation. Dörre treibt seit 2024 die Unternehmensstrategie „North Star“ voran: Skalierung der Produktion, Ausbau des Software-Geschäfts und fokussierte Internationalisierung stehen im Zentrum.
Wie geht es weiter?
Der geprüfte Konzernabschluss folgt am 26. März, die Q1-Zahlen am 6. Mai. Bis dahin bleibt die Kapazitätsfrage das dominierende Thema. Hensoldt sitzt auf einem prall gefüllten Auftragsbuch – die entscheidende Variable ist nun, wie schnell das Unternehmen die industrielle Leistungsfähigkeit hochfährt, um diese Nachfrage in Umsatz umzuwandeln.
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