Hensoldt Aktie: Auftragseingang verdoppelt auf 1,483 Milliarden

Hensoldt profitiert von geopolitischen Spannungen und einem Milliardenauftrag für Rheinmetall. Der Kurs steigt, der Auftragsbestand erreicht ein Rekordhoch.

Hensoldt Aktie
Kurz & knapp:
  • Kursanstieg um 4,6 Prozent
  • Milliardenauftrag für Rheinmetall
  • Auftragsbestand auf Rekordniveau
  • Analysten sehen weiteres Potenzial

Geopolitische Spannungen und ein milliardenschwerer Großauftrag für den Branchennachbarn — die Hensoldt-Aktie war am Donnerstag gefragt. Der Kurs des Sensorik- und Verteidigungsspezialisten kletterte um 4,63 Prozent auf 88,64 Euro. Damit notiert der Titel rund 13 Prozent über seinem 50-Tage-Durchschnitt.

Angetrieben wird die Rally von erneuten Spannungen in der Straße von Hormus. Berichte über Angriffe zwischen den USA und dem Iran trotz bestehender Waffenruhe heizen die Nachfrage nach europäischen Rüstungswerten an. Hinzu kommt ein Großauftrag für Rheinmetall: Die Bundeswehr rief aus einem bestehenden Rahmenvertrag Transportfahrzeuge im Volumen von rund einer Milliarde Euro ab. Ein Signal, von dem auch Hensoldt als Zulieferer für Sensorik und Elektronik profitiert.

Rekordauftragsbestand und operative Fortschritte

Die eigenen Zahlen untermauern den Aufwärtstrend. Im ersten Quartal stieg der Umsatz um 25,6 Prozent auf 496 Millionen Euro. Das bereinigte EBITDA kletterte von 30 auf 44 Millionen Euro, die Marge verbesserte sich auf 8,9 Prozent.

Besonders stark entwickelte sich der Auftragseingang: Er legte auf 1,483 Milliarden Euro zu — mehr als eine Verdoppelung zum Vorjahr. Der Auftragsbestand erreichte mit 9,801 Milliarden Euro ein neues Rekordhoch. Der Verlust je Aktie verringerte sich von minus 0,26 auf minus 0,16 Euro.

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Analysten halten Kursziele hoch

Die Deutsche Bank erhöhte ihr Kursziel auf 101 Euro, Jefferies bleibt bei „Buy“ und 90 Euro. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt bei 92,86 Euro — rund fünf Prozent über dem aktuellen Niveau.

Auch die Dividende steigt: Die Hauptversammlung beschloss für 2025 eine Ausschüttung von 0,55 Euro je Aktie. Für das laufende Jahr erwarten Analysten 0,69 Euro.

Mit einem RSI von 68,6 bewegt sich die Aktie im neutralen Bereich — Raum für weitere Gewinne ist da. Entscheidend bleibt, ob der operative Fortschritt die Bewertungslücke zum 52-Wochen-Hoch von 115,10 Euro schließen kann. Die nächste Quartalsbilanz erscheint am 31. Juli.

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