Der europäische Rüstungssektor zeigt sich am Pfingstmontag gespalten. Während Branchenprimus Rheinmetall unter einer negativen UBS-Studie leidet, behauptet sich Hensoldt – und sendet ein wichtiges charttechnisches Signal.

Eigenständige Erholung trotz Sektordruck

Die UBS hatte das Kursziel für Rheinmetall gesenkt. Der DAX-Konzern geriet daraufhin in einen kurzfristigen Abwärtstrend. Hensoldt zeigte sich unbeeindruckt. Das Papier bestätigte den Ausbruch über die 200-Tage-Linie. Am Freitag schloss die Aktie bei 88,00 Euro – ein minimales Plus. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt (83,81 Euro) beträgt nun rund fünf Prozent. Der RSI von 64,1 signalisiert moderaten Auftrieb.

Aus charttechnischer Sicht richtet sich der Blick nun nach oben. Der nächste signifikante Widerstand liegt bei 93 Euro. Die Renk Group notierte derweil nur leicht im Plus.

Hauptversammlung mit Dividendenbeschluss

Fundamentale Unterstützung kommt von der Hauptversammlung am vergangenen Freitag. Die Aktionäre stimmten allen Verwaltungsvorschlägen mit großer Mehrheit zu. Zentraler Beschluss: eine höhere Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr. Das unterstreicht die solide Finanzlage des Sensorspezialisten.

Dünner Handel zum Wochenstart

Anleger müssen heute mit geringen Umsätzen rechnen. Der Memorial Day in den USA und der Spring Bank Holiday in Großbritannien sorgen für illiquide Märkte. Neue Impulse sind kaum zu erwarten. Marktbeobachter empfehlen Limits bei größeren Orders.

Der Rüstungssektor profitiert weiter von strukturell erhöhten Verteidigungsbudgets. Mit dem Ausbruch über die 200-Tage-Linie und dem positiven Hauptversammlungssignal hat sich Hensoldt eine gute Ausgangsposition verschafft, um die nächste Hürde bei 93 Euro anzugehen.