Rekordaufträge, ein voller Kalender und Leerverkäufer, die langsam zurückrudern — bei Hensoldt verdichten sich die Signale ausgerechnet vor dem wichtigsten Berichtsmonat des Jahres.
Die Aktie notiert aktuell bei rund 81 Euro, knapp 30 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch vom Oktober 2025. Auf Sieben-Tage-Sicht legte sie immerhin drei Prozent zu. Hinter dieser moderaten Erholung steckt ein ungewöhnliches Spannungsfeld: Das operative Geschäft läuft auf Hochtouren, während Leerverkäufer massiv gegen die Aktie wetten.
Shortquote verdoppelt — und sinkt wieder
Die Shortquote kletterte zuletzt auf 3,28 Prozent — mehr als doppelt so hoch wie der Zwölfmonatsdurchschnitt. Leerverkäufer setzen dabei auf zwei Argumente: ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von über 120 und die Sorge, dass geopolitische Deeskalation — Gerüchte über einen Ukraine-Russland-Deal, Anzeichen eines Waffenstillstands im Nahen Osten — den Rüstungssektor strukturell belastet.
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Allerdings zeigen jüngste Daten, dass die Short-Positionen leicht zurückgehen. Ein Hinweis, dass die Bären die operative Stärke des Unternehmens nicht mehr ignorieren können.
Was die Zahlen sagen
Der Auftragsbestand erreichte zuletzt 8,83 Milliarden Euro — ein Plus von gut einem Drittel gegenüber dem Vorjahr. Das Book-to-Bill-Verhältnis von 1,9 bedeutet: Neue Aufträge gehen fast doppelt so schnell ein, wie bestehende abgearbeitet werden.
Im Geschäftsjahr 2025 wuchs der Umsatz um 9,6 Prozent auf 2,455 Milliarden Euro. Das bereinigte EBITDA lag bei 452 Millionen Euro, die Marge bei 18,4 Prozent. Für 2026 peilt der Konzern knapp 2,75 Milliarden Euro Umsatz an.
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Hinzu kommt der Aufbau eines Servicezentrums in der Ukraine, das die Einsatzbereitschaft der gelieferten TRML-4D-Radarsysteme sicherstellen und gleichzeitig Echtdaten für die Weiterentwicklung der Sensortechnologie liefern soll.
Mai als Bewährungsmonat
Am 6. Mai legt Hensoldt den Quartalsbericht vor. Fallen die Zahlen stark aus, geraten die verbliebenen Leerverkäufer unter erheblichen Eindeckungsdruck — was den Kurs zusätzlich nach oben treiben könnte.
Wenige Wochen später, am 22. Mai, stimmen Aktionäre auf der virtuellen Hauptversammlung über eine Dividende von 0,55 Euro je Aktie ab, zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Ausgezahlt wird am 27. Mai, der Ex-Tag fällt auf den 25. Mai. Zwei Termine, die den Monat zum eigentlichen Test machen — für das Management und für die Bären gleichermaßen.
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