Die Deutsche Bank bestätigte am Freitag laut dpa-AFX ihre Kaufempfehlung für Hensoldt und das Kursziel von 105 Euro. Damit fiel ihr Anlageurteil positiver aus als das von JPMorgan, das am Donnerstag seine neutrale Einstufung bekräftigt hatte. Die Aktie verlor am Freitag 3,8%.

Kaufempfehlung und neutrales Urteil

JPMorgan bestätigte nach den Quartalszahlen neben der Einstufung „Neutral“ auch das Kursziel von 100 Euro. Beide Banken hielten damit an ihren bisherigen Bewertungen fest, unterschieden sich aber weiterhin bei der Frage, ob Anleger die Aktie kaufen sollten.

Hensoldt hatte die Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2026 auf rund 2,8 Milliarden Euro angehoben. Zuvor hatte das Unternehmen rund 2,8 Milliarden Euro erwartet. Für die bereinigte EBITDA-Marge rechnet Hensoldt mit rund 19,0 %.

Medienberichten zufolge enttäuschte die erhöhte Umsatzprognose dennoch die Erwartungen, weil der Analystenkonsens bei über 2,9 Milliarden Euro lag. Als zusätzliche Belastung für die Branche nannte dpa-AFX die Prognosesenkung von Rheinmetall.

Ergebnis wächst stärker als Umsatz

Nach neun Monaten des Geschäftsjahres 2026 meldete Hensoldt einen Umsatz von 1,86 Milliarden Euro. Das entsprach einem Zuwachs von 21,3 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Das bereinigte EBITDA erreichte im selben Berichtszeitraum 281 Millionen Euro und stieg damit um 33,0 %. Beim Auftragseingang verzeichnete Hensoldt ein Plus von 76,7 %.

Eine weitere Pflichtmitteilung betraf die Beteiligung von BlackRock. Der Gesamtanteil blieb laut Stimmrechtsmitteilung vom 30. Oktober bei 4,80 %. Innerhalb dieses Anteils entfielen 2,74 % auf Stimmrechte und 2,06 % auf Instrumente; als Datum der Schwellenberührung nennt die Meldung den 27. Oktober.

Als nächster Unternehmenstermin ist für den 10. November ein Capital Markets Day in London angekündigt.