Der weltgrößte Vermögensverwalter BlackRock hat seine Beteiligung an Hensoldt erneut aufgestockt – auf nun 5,06 Prozent. Das geschieht in einer Phase, in der der Rüstungselektronikkonzern zwar Rekordaufträge verbucht, aber gleichzeitig mit einer gedämpften Umsatzprognose für 2026 die Börse enttäuscht hat. Die Aktie notiert unter ihren wichtigen gleitenden Durchschnitten und rund 32 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch.
BlackRock erhöht Beteiligung trotz Kursschwäche
Am 3. März meldete Hensoldt die aktualisierte Stimmrechtsmitteilung: BlackRock hält nun 5,06 Prozent der Stimmrechte – zusammengesetzt aus 2,96 Prozent direkt gehaltenen Aktien und 2,09 Prozent über Finanzinstrumente. Zuvor lag die gemeldete Beteiligung bei 5,01 Prozent. Der Vermögensverwalter setzt damit seine schrittweise Aufstockung fort, obwohl die Aktie nach der Vorlage der Jahreszahlen unter Druck geriet.
Rekordaufträge treffen auf Kapazitätsengpässe
Die Zahlen für 2025 zeigen die Diskrepanz deutlich: Der Auftragseingang schoss um 62 Prozent auf 4.710 Millionen Euro nach oben. Großaufträge für Luftverteidigungsradare, das Eurofighter-Programm und die P8-Poseidon trieben das Wachstum. Der Auftragsbestand schwoll um ein Drittel auf 8.833 Millionen Euro an.
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Der Umsatz hingegen legte nur um 9,6 Prozent auf 2.455 Millionen Euro zu. Das bereinigte EBITDA erreichte 452 Millionen Euro bei einer Marge von 18,4 Prozent – über der eigenen Zielmarke. Der bereinigte Free Cashflow kletterte auf 347 Millionen Euro, gestützt durch Vorauszahlungen.
Die Guidance für 2026 fällt jedoch zurückhaltend aus: Rund 2,75 Milliarden Euro Umsatz und eine EBITDA-Marge von 18,5 bis 19 Prozent. Der Mittelpunkt dieser Prognose liegt rund zwei Prozent unter dem Analystenkonsens. Die Botschaft ist klar: Die Produktionskapazitäten können mit der Nachfrage nicht Schritt halten.
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Kontinuität an der Spitze
Am 24. Februar verlängerte der Aufsichtsrat den Vertrag von CEO Oliver Dörre vorzeitig bis Ende 2031. Das Signal: Der Konzern setzt auf strategische Kontinuität in einer Phase, in der Kapazitätsausbau und Auftragsabarbeitung zur zentralen Herausforderung werden. Hensoldt hat Investitionen von rund einer Milliarde Euro zwischen 2025 und 2027 angekündigt, um die Kapazitäten auszubauen.
Ausblick: Vom Auftrag zum Umsatz
Die Aktie schloss am Dienstag bei 77,55 Euro und notiert damit unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 83,19 Euro sowie dem 200-Tage-Durchschnitt von 88,30 Euro. Der geprüfte Konzernabschluss wird am 26. März veröffentlicht, die Q1-Zahlen sind für den 6. Mai geplant. Dann zeigt sich, ob der Kapazitätsausbau bereits in messbarem Umsatztempo mündet. Die entscheidende Frage bleibt: Kann Hensoldt das prall gefüllte Orderbuch zügig in Erlöse umwandeln?
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