Hensoldt liefert derzeit eindrucksvolle Zahlen. Das zeigt sich auch an den Aktienmärkten, da die Aktie gestern einen Aufschlag von 8,1 % schaffte. Sie kommt nun auf einen Kurs in Höhe von 86,20 Euro. Das ist eine Bombe. Für Hensoldt drehte sich der Wind, auf den GD100 hat die Aktie nun rund 11,9 % Vorsprung!
Die tatsächlichen Geschäftszahlen aber sind beeindruckend, aber auch herausfordernd. Denn nach dem bekannt gewordenen kräftigen Anstieg des Auftragseingangs richtet sich der Blick zunehmend darauf, wie schnell der Rüstungselektronik-Spezialist seine Rekordbestellungen tatsächlich in Umsatz, Cashflow und Gewinn umwandeln kann.
Hensoldt hat einen hohen Auftragseingang gemeldet
Das Unternehmen meldete für das erste Halbjahr einen Auftragseingang von 2,81 Milliarden Euro und verdoppelte damit den Vorjahreswert. Gleichzeitig erreichte der Auftragsbestand mit rund 10,4 Milliarden Euro ein neues Allzeithoch. Besonders gefragt waren Optronik-Lösungen für die Programme Puma und Schakal sowie Sensorik für Eurofighter-Radare und TRML-4D-Luftverteidigungssysteme. Der starke Auftragseingang zeigt, dass die steigenden europäischen Verteidigungsausgaben inzwischen zunehmend in konkrete Bestellungen münden.
Auch wirtschaftlich setzte Hensoldt den positiven Trend fort. Der Umsatz legte um 23,6 % auf 1,17 Milliarden Euro zu, während das bereinigte EBITDA um 28,5 % auf 137 Millionen Euro wuchs. Mit einem Book-to-Bill-Verhältnis von 2,4 übertraf der Auftragseingang den Umsatz erneut deutlich und sicherte die Auslastung der Produktionskapazitäten auf Jahre hinaus.
Ein Prüfstein aber bleibt aktuell: Der bereinigte freie Cashflow lag trotz hoher Kundenanzahlungen weiterhin bei – 136 Millionen Euro, zugleich liegt die aktuelle EBITDA-Marge von 11,8 % noch deutlich unter dem Jahresziel von 18,5 bis 19 %. Entscheidend dürfte am Ende jedoch bleiben, ob Hensoldt die außergewöhnlich hohe Nachfrage in den kommenden Quartalen schneller in profitable Auslieferungen umsetzen kann. Analysten erwarten sogar noch etwas steigende Kursziele.
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