Der anhaltende Boom im europäischen Verteidigungssektor spiegelt sich bei Hensoldt zunehmend in den Geschäftszahlen wider. Der Spezialist für Sensorik- und Verteidigungselektronik profitierte zuletzt von einer starken Nachfrage nach Radartechnik, Aufklärungssystemen und optronischen Lösungen. Besonders der kräftig gestiegene Auftragseingang und ein neuer Rekordauftragsbestand verschaffen dem Unternehmen eine solide Grundlage für weiteres Wachstum.
Die nächsten Zahlen werden nun am 31. Juli eingereicht, es geht um das 2. Quartal. Schon das erste Quartal war erfolgreich.
Hensoldt: Das Unternehmen ist und war erfolgreich!
Im ersten Quartal verdoppelte Hensoldt den Auftragseingang auf rund 1,48 Milliarden Euro. Gleichzeitig wuchs der Umsatz um 25 %, während sich der Auftragsbestand auf den Rekordwert von 9,8 Milliarden Euro erhöhte. Auch beim Free Cashflow zeigt sich das Management zuversichtlicher und hob seine Erwartungen an. An der Börse steht die Aktie am Freitag bei 79,79 Euro und liegt damit 0,85 % im Plus.
Der hohe Auftragsbestand eröffnet Hensoldt zusätzliche Spielräume, stellt das Unternehmen aber zugleich vor die Aufgabe, die Projekte effizient abzuarbeiten. Genau hierfür schafft der Ausbau des Standorts Oberkochen die notwendigen Voraussetzungen. Mit Investitionen von insgesamt 300 Millionen Euro sollen die Produktionskapazitäten für Sensorik- und Optroniksysteme deutlich steigen, sodass Großaufträge künftig schneller umgesetzt und Lieferzeiten verkürzt werden können.
Auch am Kapitalmarkt wird die Entwicklung unterschiedlich bewertet. Jefferies sieht mit einem Kursziel von 94 Euro weiteres Potenzial für die Aktie. Dagegen verweist mwb research auf die inzwischen hohe Bewertung sowie mögliche Risiken durch Veränderungen staatlicher Verteidigungsbudgets. Hinzu kommt die grundsätzliche Abhängigkeit von politischen Beschaffungsprogrammen, wie das Aus des F126-Fregattenprojekts in der Branche zuletzt verdeutlicht hat.
Am Ende bleiben die meisten Analysten zuversichtlich. Dies spiegeln die Kursziele wider, die mehr als 15 % über dem aktuellen Niveau liegen. Am 31.7. dann wird darüber befunden: Mit den Zahlen im Rücken.
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