8,83 Milliarden Euro liegen in den Auftragsbüchern von Hensoldt. Um diesen Rekordberg abzuarbeiten, sichert der Rüstungselektronik-Konzern jetzt seine Lieferketten massiv ab. Ein neuer langfristiger Vertrag garantiert die Versorgung mit entscheidenden Bauteilen für die Radarproduktion. An der Börse reagieren Anleger vorerst abwartend: Die Aktie notiert am Dienstag bei 78,32 Euro und kämpft damit exakt an der charttechnisch wichtigen 50-Tage-Linie um Halt.
Software als neues Rückgrat
Auf der Unterwasser-Messe UDT in London und der AIMS-Konferenz in Orlando rückt der Konzern aktuell seine digitalen Lösungen in den Mittelpunkt. Das Konzept des „Software-Defined Defense“ soll klassische Hardware-Abhängigkeiten reduzieren. Mit der neuen Suite MDOcore vernetzt Hensoldt Sensoren unterschiedlicher Hersteller auf einer Plattform. Diese strategische Neuausrichtung ist ein wesentlicher Baustein, um das anvisierte Umsatzziel von 2,75 Milliarden Euro im laufenden Jahr zu stemmen.
Bauteile bis 2030 gesichert
Parallel dazu treibt das Unternehmen die physische Produktion voran. Ein Abkommen mit United Monolithic Semiconductors (UMS) garantiert Hensoldt bis zum Jahr 2030 den Zugriff auf 900.000 Gallium-Nitrid-Halbleiter. Diese Bausteine sind kritisch für den Bau moderner Radarsysteme wie der Spexer-Familie. Wie wichtig eine reibungslose Lieferkette ist, zeigt das operative Geschäft: Hensoldt UK liefert noch im laufenden Jahr 50 Küstenüberwachungsradare an SRT Marine System Solutions aus. Verzögerungen kann sich das Unternehmen bei solchen Großaufträgen nicht leisten.
Blick auf die Marge
Trotz der prall gefüllten Auftragsbücher bleibt die Aktie gut 30 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 115,10 Euro. Der Fokus der Investoren verlagert sich zunehmend auf die Profitabilität. Das Management peilt für 2026 eine bereinigte EBITDA-Marge von mindestens 18 Prozent an, nach 18,4 Prozent im Vorjahr.
Der nächste fundamentale Datenpunkt folgt in wenigen Wochen. Am 6. Mai präsentiert Hensoldt die Ergebnisse für das erste Quartal. Diese Zahlen werden belegen, wie effizient der Konzern seinen Auftragsbestand bereits in tatsächlichen Umsatz umwandelt. Wenig später, am 22. Mai, stimmt die Hauptversammlung über die vorgeschlagene Dividende ab.
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