Der Rüstungssensorik-Spezialist hat die Einberufung zur Hauptversammlung am 22. Mai 2026 in München offiziell bekanntgegeben. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen eine Dividende von 0,55 Euro je Aktie vor — zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Beim aktuellen Kurs von rund 77 Euro entspricht das allerdings einer Rendite von weniger als einem Prozent.
Charttechnik bremst die Erholung
Zuletzt gab die Aktie rund fünf Prozent nach und büßte damit einen Teil der Vorwochenerholung wieder ein. Technisch wartet eine ausgeprägte Widerstandszone zwischen 82 und 87 Euro — gebildet aus einer seit Oktober laufenden Abwärtstrendlinie, mehreren Zwischenhochs sowie dem 200-Tage-Durchschnitt. Diese Zone konnte bislang nicht nachhaltig überwunden werden.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Hensoldt?
Hinzu kommt eine gestiegene Leerverkaufsquote von 3,28 Prozent — mehr als doppelt so hoch wie der Zwölfmonatsdurchschnitt von 1,42 Prozent. Das signalisiert, dass institutionelle Investoren auf weiter fallende Kurse setzen. Gleichzeitig birgt diese Konstellation ein Gegenpotenzial: Bei positiven Überraschungen — etwa neuen Großaufträgen oder besser als erwarteten Quartalsergebnissen — könnten Leerverkäufer ihre Positionen schnell schließen müssen und so die Aktie antreiben.
Operative Stärke trifft anspruchsvolle Bewertung
Fundamental zeigt Hensoldt ein solides Bild. Der Auftragsbestand von 8,8 Milliarden Euro liegt rund 33 Prozent über dem Vorjahr, das Book-to-Bill-Verhältnis von 1,9x belegt, dass deutlich mehr neue Aufträge eingehen als abgearbeitet werden. Zuletzt sicherte sich Hensoldt UK zwei Verträge über insgesamt 50 Radarsysteme für Küstenüberwachung, alle zur Auslieferung im Laufe des Jahres 2026.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Hensoldt?
Geopolitisch spielt die NATO-Initiative von Generalsekretär Rutte zur Anhebung der Verteidigungsbudgets Hensoldt in die Karten — die Bundesregierung hat ihre Unterstützung bereits bestätigt. Einem langfristig günstigen Auftragsumfeld steht jedoch eine anspruchsvolle Bewertung gegenüber: Das KGV liegt aktuell bei über 126.
Ob der HV-Termin und der Dividendenvorschlag ausreichen, um die Aktie über die technischen Widerstände zu heben, ist offen. Das Kursniveau vom Herbst 2025 — damals kurz über 115 Euro — gilt inzwischen als überzogen; die seitdem erfolgte Korrektur als angemessen. Solange die Zone zwischen 82 und 87 Euro nicht geknackt wird, bleibt der Aufwärtsdruck begrenzt.
Hensoldt-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Hensoldt-Analyse vom 11. April liefert die Antwort:
Die neusten Hensoldt-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Hensoldt-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 11. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Hensoldt: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

