Bei Hensoldt verdichten sich die Hinweise auf eine anhaltend hohe Nachfrage nach moderner Verteidigungselektronik. Das Unternehmen verfügt zum Halbjahr über einen Auftragsbestand von 10,36 Milliarden Euro. Gleichzeitig stärkt ein neuer Auftrag der Bundeswehr die Perspektive. Für die Ausstattung abgesessener Joint Fire Support Teams wurde Hensoldt als Generalunternehmer beauftragt; das geschätzte Rahmenvolumen liegt bei rund 750 Millionen Euro.
Damit wächst die Bedeutung des Unternehmens als Systemausrüster. Beschaffung, Integration und Softwareentwicklung gehören zum Leistungsumfang des Bundeswehrprojekts. Auch die erfolgreiche Verbindung des passiven Radars Twinvis mit dem Flugabwehr-Führungssystem Skymaster unter NATO-Netzwerkbedingungen unterstreicht die technologische Positionierung. Gemeinsam mit Rheinmetall konnte Hensoldt bei „Timber Express 2026“ zeigen, dass die eigenen Systeme in vernetzte Verteidigungsstrukturen eingebunden werden können.
Auftragsbestand ist konzentriert
Für die weitere Entwicklung kommt es allerdings nicht allein auf bestehende Aufträge an. Analysten verweisen auf eine gewisse Konzentration des Auftragsbestands auf Programme für gepanzerte Fahrzeuge. Gleichzeitig bietet der maritime Bereich eine Möglichkeit zur Erweiterung des Geschäfts. Auf der SMM in Hamburg will Hensoldt vom 1. bis 4. September seine Überwachungslösungen für den Marinebereich vorstellen.
Das Unternehmen arbeitet zudem daran, seine technologische Basis personell auszubauen. In Leinfelden-Echterdingen bei Stuttgart soll bis Ende 2027 ein neues Entwicklungszentrum mit rund 300 Arbeitsplätzen entstehen. Gemeinsam mit Bosch sollen dabei Fachkräfte aus der Automobilindustrie gewonnen werden. Der Schritt passt zur stärkeren Ausrichtung auf Software-Defined Defence und vernetzte Systeme.
An der Börse bleibt die Lage für die Hensoldt aktuell kritischer. Es ging um -2,2% abwärts. 87,20 Euro hat die Aktie derzeit auf den Kurstafeln. Trotz der fundamentalen Argumente anspruchsvoll. Hensoldt liegt weiterhin rund 25 % unter dem 52-Wochen-Hoch von 117,70 Euro.
Die Börsen sind also deutlich skeptischer als der Großteil der Analysten mit hohen Kurszielen.
Hensoldt-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Hensoldt-Analyse vom 29. August liefert die Antwort:
Die neusten Hensoldt-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Hensoldt-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 29. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Hensoldt: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

