Hensoldt geriet gestern erneut in den Sog schwacher deutscher Rüstungswerte: Die Aktie verlor 3,8%. Laut dpa-AFX begleitete der anhaltende Druck auf Rheinmetall nach dessen Gewinnwarnung den Rückgang. Zugleich belastete der weltweite Ausverkauf bei KI- und Halbleiterwerten den deutschen Aktienmarkt.

JPMorgan verweist auf übertroffene Erwartungen

JPMorgan bestätigte am Donnerstag nach den Quartalszahlen die Einstufung „Neutral“ und das Kursziel von 100,0 Euro. Analyst David H. Perry schrieb, Umsatz und operatives Ergebnis hätten die Markterwartungen übertroffen.

Bereits am Donnerstag hatte dpa-AFX berichtet, dass Hensoldt trotz guter Quartalszahlen und angehobener Prognose unter der Branchenstimmung litt. Die Nachrichtenagentur führte die Belastung der Rüstungsbranche auf Rheinmetalls Gewinnwarnung zurück.

Mit den Neunmonatszahlen 2026 hob Hensoldt die Umsatzprognose auf rund 2,8 Milliarden Euro an. Zuvor hatte das Unternehmen rund 2,8 Milliarden Euro erwartet.

Das bereinigte EBITDA erreichte nach Unternehmensangaben 281 Millionen Euro, ein Zuwachs von 33,0 %. Für das Gesamtjahr stellte Hensoldt eine bereinigte EBITDA-Marge von rund 19,0 % in Aussicht.

Der Auftragseingang stieg um 76,7 % auf 3,56 Milliarden Euro. Der Auftragsbestand erreichte nach Angaben des Unternehmens 10,4 Milliarden Euro.

Kapitalmarkttag in London steht bevor

Bei den gemeldeten Beteiligungspositionen gab es ebenfalls eine Veränderung: BlackRock meldete am 30. Oktober einen gesunkenen Stimmrechtsanteil von 2,74 %. Der Anteil der Instrumente stieg auf 2,06 %; zusammen beliefen sich beide Positionen auf 4,80 %.

Als nächster Unternehmenstermin ist der Kapitalmarkttag am 10. November 2026 in London angesetzt. Für den 18. November 2026 ist zudem Hensoldts Teilnahme am virtuellen LBBW German Company Day angekündigt.