Seit Oktober 2025 hat Hensoldt rund 35 Prozent an Wert verloren. JPMorgan-Analyst David Perry sieht genau darin jetzt eine Chance.
In einer Studie vom heutigen Mittwoch belässt Perry die Einstufung auf „Neutral“, hebt aber das Kursziel auf 85 Euro. Das entspricht einem Aufwärtspotenzial von rund 14 Prozent gegenüber dem aktuellen Kurs von 74,38 Euro. Die Korrektur der deutschen Rüstungswerte seit Herbst 2025 habe die Bewertung wieder in ein vernünftiges Verhältnis zu den Wachstumschancen gerückt, so Perry.
Marktsorgen — berechtigt oder übertrieben?
Die Skepsis der Anleger ist nicht ohne Grund. Waffenstillstandsszenarien und der wachsende Drohneneinsatz werfen Fragen über künftige Verteidigungsdoktrinen auf. Perry stuft diese Risiken zwar als real ein, hält sie im aktuellen Marktumfeld aber für überbewertet.
Ein konkreter Gegenposten: Der deutsche Verteidigungshaushalt für 2027 könnte um rund 21 Prozent steigen. Das wäre ein erheblicher struktureller Rückenwind für Hensoldt. Das Unternehmen peilt für 2026 einen Umsatz von 2,75 Milliarden Euro an, bei einer bereinigten EBITDA-Marge zwischen 18,5 und 19 Prozent.
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Zwei wichtige Termine im Mai
Der nächste konkrete Prüfstein folgt am 6. Mai. Dann veröffentlicht Hensoldt die Zahlen für das erste Quartal 2026 — ein erster Realitätscheck, ob die Jahresziele erreichbar bleiben und der Auftragseingang weiter anzieht.
Kurz darauf, am 22. Mai, findet die Hauptversammlung statt. Auf der Tagesordnung steht eine vorgeschlagene Dividende von 0,55 Euro je Aktie — zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Der Ex-Dividenden-Tag ist für den 25. Mai vorgesehen.
Bis dahin bleibt der Kurs unter Druck. Hensoldt notiert rund vier Prozent unter seinem 50-Tage-Durchschnitt und zwölf Prozent unter dem 200-Tage-Durchschnitt. Die Q1-Zahlen werden zeigen, ob die operative Dynamik Perrys Optimismus trägt.
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