Mit einem weiteren guten Gewinn verabschiedete sich die Hensoldt vom Handel: 2,63 % bedeuten einen Schlusskurs von 79,31 Euro. Die Aktie ist mit dem Vorsprung von 2,4 % wieder im formalen mittelfristigen Auftragsbestand. Aus Gründen:
Der hohe Auftragsbestand verschafft Hensoldt eine komfortable Ausgangslage, doch für Anleger ist damit längst nicht jede Unsicherheit beseitigt. Zwar profitiert der Rüstungselektronikspezialist weiterhin von der steigenden Nachfrage nach Sensor-, Radar- und Verteidigungstechnologien, gleichzeitig rücken jedoch politische Entscheidungen, einzelne Großprojekte und die Bewertung der Aktie immer stärker in den Fokus.
Hensoldt: Wirtschaftlich war das bislang stark
Die wirtschaftliche Basis fällt dabei weiterhin überzeugend aus. Im ersten Quartal verdoppelte sich der Auftragseingang auf rund 1,48 Milliarden Euro, während der Auftragsbestand mit 9,8 Milliarden Euro einen neuen Höchstwert erreichte. Auch legte der Umsatz um 25 % zu, und auch beim Free Cashflow zeigte sich das Management optimistischer als bisher. Die angehobene Prognose deutet darauf hin, dass ein größerer Teil der operativen Erträge künftig tatsächlich als liquide Mittel im Unternehmen ankommen soll. Das ist ein wichtiger Faktor für Investitionen und weiteres Wachstum.
Trotz dieser positiven Entwicklung bleiben Risiken bestehen. Das Aus für das F126-Fregattenprogramm macht deutlich, wie stark einzelne politische Entscheidungen den Geschäftsverlauf beeinflussen können. Hinzu kommt die anhaltende Abhängigkeit von staatlichen Verteidigungsbudgets, wodurch Änderungen bei Beschaffungsprogrammen oder Prioritäten einzelner Regierungen unmittelbare Auswirkungen auf Projekte haben können. Gleichzeitig beobachten Analysten die Margenentwicklung aufmerksam, da sie als entscheidender Faktor für die langfristige Bewertung gilt.
Für Stabilität auf der Eigentümerseite sorgt dagegen Leonardo. Der italienische Rüstungskonzern hält nach der Kapitalerhöhung weiterhin 22,8 % der Anteile und hat sein langfristiges Engagement ausdrücklich bestätigt. Auch BlackRock baute seine Beteiligung zuletzt leicht aus. Bei den Analysten fällt das Bild hingegen gemischt aus: Während Jefferies mit einem Kursziel von 94 Euro weiteres Potenzial sieht, verweist mwb research mit einer Verkaufsempfehlung auf Bewertungsrisiken und mögliche Auswirkungen von Budgetverschiebungen. Insgesamt aber sind Analysten zuversichtlich: Die Kursziele sind ausgesprochen hoch!
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