Vergleichsweise resilienter als die Rüstungskonkurrenz bleibt die Aktie der Hensoldt. Sie kletterte nun minimal und bleibt bei knapp 88 Euro stehen. Die wichtigere Nachricht kommt jedoch aus dem operativen Geschäft. Das Unternehmen hat vor kurzem seine Prognose für den bereinigten Free Cashflow angehoben und bestätigt gleichzeitig seine Umsatz- und Margenziele für das laufende Geschäftsjahr.
Konkret erwartet das Management nun einen freien Mittelzufluss von rund 50 % des bereinigten EBITDA. Zuvor lag die Zielgröße bei etwa 40 %. Gleichzeitig hält Hensoldt an seinem Umsatzziel von rund 2,75 Milliarden Euro fest. Auch die erwartete EBITDA-Marge von 18,5 bis 19 % bleibt unverändert bestehen. Die Anpassung betrifft damit unmittelbar die Finanzkraft des Unternehmens.
Hensoldt: das macht sie aktuell stark
Zudem nutzt Hensoldt die ILA Berlin zur Präsentation neuer Technologien. Erstmals öffentlich gezeigt wird das sogenannte Battle Lab. Die Plattform verknüpft Sensordaten, Führungsinformationen und unterschiedliche militärische Systeme in Echtzeit zu einem gemeinsamen Lagebild. Das System adressiert damit einen Bereich, der bei modernen Streitkräften zunehmend an Bedeutung gewinnt: die Vernetzung großer Datenmengen.
Hinzu kommen weitere Programme wie Kalætron Integral, PEGASUS und OrbitISR. Dabei handelt es sich um Lösungen für elektronische Aufklärung, luftgestützte Überwachung und satellitengestützte Informationsgewinnung. Gemeinsam zeigen diese Projekte, dass Hensoldt seine Wachstumsstrategie nicht auf einzelne Sensorprodukte beschränkt, sondern komplette Informations- und Aufklärungssysteme entwickelt.
Wirtschaftlich betrachtet bleibt die Entwicklung positiv. Für 2027 erwarten Analysten einen Umsatz von 3,21 Milliarden Euro nach 2,75 Milliarden Euro im Jahr 2026. Der Nettogewinn soll gleichzeitig von 159 Millionen auf 243 Millionen Euro steigen. Trotz eines leichten formalen Abwärtstrends sieht es also gar nicht so schlecht aus.
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