Hensoldt-Aktie: Steigt plötzlich die nächste Kursrakete?

Der Rüstungskonzern meldet starkes Auftragswachstum und eine Rekordmarge, doch Lieferengpässe und Umsatzverfehlungen belasten den Aktienkurs erheblich.

Hensoldt Aktie - Beitragsbild
Kurz & knapp:
  • Auftragseingang 2025 um 62 Prozent gestiegen
  • Umsatzziel leicht verfehlt, Marge übertrifft Erwartungen
  • Lieferengpässe und Personalmangel bremsen Umsetzung
  • Aktie verliert über 10 Prozent in einer Woche

Nach der abgelaufenen Woche mit -10,8 % sieht es für die Aktie von Hensoldt nun etwas düsterer aus. Die Notierungen haben ein Niveau von weniger als 75 Euro erreicht. Sie sind klar im Abwärtstrend. Das Rätsel lautet, ob dies trotz oder wegen der jüngsten Zahlen von Hensoldt so ausgefallen ist.

Hensoldt steigerte 2025 den Auftragseingang um 62 % auf 4,71 Milliarden Euro. Der Auftragsbestand wuchs auf 8,83 Milliarden Euro. Radar- und Sensorsysteme für Plattformen wie Eurofighter und Puma sichern eine hohe Auslastung.

Der Umsatz erreichte 2,46 Milliarden Euro. Erwartet wurden 2,50 Milliarden Euro. Diese Differenz löste eine deutliche Kursreaktion aus. Innerhalb einer Woche verlor die Aktie über -10,8 %. Der Titel notiert inzwischen mehr als -12 % unter der 100-Tage-Linie.

Es gibt für die Hensoldt auch schon operative Probleme, die durchaus Bedenken auslösen

Engpässe bei elektronischen Komponenten verzögern die Fertigung. Fehlende Chips verhindern die rechtzeitige Auslieferung komplexer Systeme. Hinzu kommt Personalmangel. Die Kombination aus Materialknappheit und begrenzten Kapazitäten bremst die Umsatzrealisierung trotz voller Bücher.

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Die Profitabilität bleibt hoch. Die Marge stieg auf 18,4 % und übertraf die eigenen Zielsetzungen. Für 2026 plant das Management einen Umsatz von 2,75 Milliarden Euro. Damit soll der Abstand zwischen Auftragseingang und realisiertem Umsatz verringert werden.

An der Börse steht jedoch die kurzfristige Umsetzung im Mittelpunkt. Über -10 % Wochenverlust und ein deutlicher Abstand zur 100-Tage-Linie markieren ein klares technisches Signal. Operativ zeigt sich ein Rekordauftragsbestand. Kursseitig dominiert Skepsis gegenüber der Geschwindigkeit der Abarbeitung. Also kann man durchaus sagen, dass hier die nötige Dynamik fehlt.

Es wird aber immer Investoren geben, die in solchen Kurskonstellationen auch Chancen sehen.

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