Minimale Verluste von -0,4 % fuhr Hensoldt gestern ein. 84,80 Euro lautet die aktuelle Bewertung, mit der das Papier in den Donnerstag geht. In den zurückliegenden fünf Tagen hingegen gewann die Aktie immerhin gleich 6,5 %.

Die Rüstungsbranche bleibt eines der dominierenden Themen an den europäischen Börsen und Hensoldt spielt dabei weiterhin eine zentrale Rolle. Während geopolitische Unsicherheiten neue Investitionen auslösen, profitiert das Unternehmen zunehmend von seiner Stellung im Bereich Sensorik und Verteidigungselektronik.

Angetrieben wird diese Entwicklung vor allem durch die wirtschaftlich noch immer sichtbare Stärke. Der Auftragseingang explodierte im ersten Quartal förmlich und erreichte rund 1,48 Milliarden Euro. Gleichzeitig wächst der Auftragsbestand auf fast 9,8 Milliarden Euro an.

Hensoldt: Die Aktie ist derzeit besser wahrgenommen als Rheinmetall und Co.

Diese Zahlen verändern die Wahrnehmung vieler Investoren. Denn damit verfügt Hensoldt über eine hohe Auslastung für mehrere Jahre. Besonders gefragt bleiben Systeme für Aufklärung, Radar und elektronische Verteidigung.

Neue Meldungen aus dem internationalen Geschäft verstärken dieses Bild zusätzlich. Ein Radarauftrag aus Kanada zeigte kürzlich, wie stark westliche Staaten ihre Sicherheitsinfrastruktur modernisieren. Parallel wächst in Europa die Diskussion über zusätzliche Verteidigungsausgaben.

Auch die Gewinnentwicklung fällt deutlich besser aus als im Vorjahr. Das wirtschaftliche Ergebnis stieg um 77 %, während die Marge sichtbar zulegte. Für Anleger ist das ein wichtiges Signal, da damit nicht nur Wachstum, sondern auch höhere Profitabilität verbunden wird. Die Aktionäre sind zufrieden. Die Hauptversammlung stimmte jüngst allen Beschlussvorlagen zu.

Aber: Einige Analysten sehen die Aktie inzwischen ambitioniert bewertet und verweisen auf das hohe Kursniveau im Verhältnis zu den erwarteten Gewinnen. Insgesamt aber sind die Analysten sich wohl einig: Die Kursziele liegen noch immer recht deutlich über den aktuellen Bewertungen.