Hensoldt Aktie: Upgrade im Gegenwind

Bank of America stuft Hensoldt auf 'Buy' hoch, doch die Aktie verliert im schwachen Rüstungssektor. Das Unternehmen bestätigt seine Wachstumsziele für 2026.

Hensoldt Aktie
Kurz & knapp:
  • Ratingerhöhung durch Bank of America auf 'Buy'
  • Aktienkurs fällt trotzdem um über fünf Prozent
  • Unternehmen bestätigt Umsatz- und Margenziele
  • Gegensätzliche Analystenmeinungen zu Kurszielen

Bank of America stuft Hensoldt auf „Buy“ hoch — und der Kurs fällt trotzdem. Der Rüstungselektronik-Spezialist veröffentlichte am Donnerstag seinen vollständigen Geschäftsbericht für 2025 und bestätigte dabei die Wachstumsziele für das laufende Jahr. Das Upgrade kam zur Unzeit.

Sektor zieht alle nach unten

Analyst Benjamin Heelan von der Bank of America hob das Rating von „Neutral“ auf „Buy“ an und sieht ein Erholungspotenzial von rund 20 Prozent. Begründung: die starke Positionierung im Bereich Luftverteidigung, der schätzungsweise 65 bis 70 Prozent des Umsatzes ausmacht. Das Kursziel wurde minimal von 90,00 auf 88,50 Euro angepasst.

Dem Kurs half das wenig. Im Sog einer breiten Schwäche im Verteidigungssektor — Rheinmetall verlor 3,4 Prozent, RENK sogar 8,5 Prozent — schloss die Aktie am Donnerstag mit einem Minus von rund 5,6 Prozent. Mit 70,00 Euro notiert das Papier inzwischen fast 40 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 115,10 Euro.

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Zahlen bestätigt, Prognose steht

Der Geschäftsbericht 2025 brachte keine Überraschungen. Hensoldt erzielte einen Umsatz von 2,46 Milliarden Euro. Das Nettoergebnis sank auf 86 Millionen Euro, nach 106 Millionen Euro im Vorjahr — belastet durch Sondereffekte auf Konzernebene. Für 2026 erwartet das Management einen Umsatz von rund 2,75 Milliarden Euro bei einer bereinigten EBITDA-Marge zwischen 18,5 und 19,0 Prozent. Zudem plant das Unternehmen, die Dividende auf 0,55 Euro je Aktie anzuheben.

Nicht alle Analysten teilen den Optimismus der Bank of America. mwb research bestätigte am selben Tag sein „Verkaufen“-Rating mit einem Kursziel von 57,00 Euro — also deutlich unter dem aktuellen Kurs.

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Operativ auf Expansionskurs

Intern setzt Hensoldt auf das Programm „Operations 2.0″: Produktionskapazitäten werden ausgebaut, ein neues Logistikzentrum entsteht, die Optronics-Sparte zieht nach Oberkochen um. Das Auftragsvolumen zum Jahresende 2025 belief sich auf 8,83 Milliarden Euro, der Auftragseingang stieg gegenüber dem Vorjahr um 62 Prozent.

Die nächste Bilanzvorlage ist für den 6. Mai 2026 terminiert, die Hauptversammlung folgt am 22. Mai. Bis dahin entscheidet sich, ob die operative Stärke den Kurs wieder in Richtung der Analystenziele der BofA treiben kann — oder ob das Kursziel von 57 Euro der mwb-Analysten die realistischere Orientierungsmarke bleibt.

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