Deutlich schwächer schloss Hensoldt am Freitag die abgelaufene Woche ab. 4,92 % Kursverlust wiesen die Börsianer am Ende aus. 75,44 Euro wurden für die Aktie von Hensoldt noch bezahlt. Das alles ist letztlich nur im Kontext der allgemeinen Schwäche der Rüstungsunternehmen und ihrer Aktien zu erklären.
Hensoldt selbst hatte durchaus für positive Schlagzeilen gesorgt. Das Unternehmen hat gemeinsam mit der Deutschen Telekom und der Deutschen Flugsicherung ein Projekt aufgesetzt, bei dem es um die Etablierung eines bundesweiten Abwehrnetzes gegen Drohnen geht. Flughäfen, sensible Einrichtungen anderer Art, Verkehrsknotenpunkte und so weiter sollen gegen den Einfluss einfliegender Drohnen geschützt werden. Dabei geht es darum, das Netzwerk mithilfe künstlicher Intelligenz zu unterstützen und leistungsfähig zu gestalten.
Hensoldt: In der Praxis gut, bis dato an den Aktienmärkten aber häufig genug noch unter dem Radar
Hensoldt gilt dabei als wichtiger Technologielieferant. Das wiederum ist wenig verwunderlich. Das Unternehmen hat sich auf Radarsysteme, Sensorsysteme und Aufklärungssysteme spezialisiert. Deshalb gilt Hensoldt auch als zukunftsfähig, weil die Drohnentechnologie zunehmend flächendeckend im Verteidigungssektor etabliert wird.
Dennoch sind die Börsen bei der Aktie von Hensoldt derzeit deutlich skeptischer als die Analysten. Diese sehen die Aktie derzeit im Mittel bei Kursen von ungefähr 91 Euro, der Markt hingegen, wie beschrieben, bei rund 75 Euro. Damit fehlen noch etwa 16 Euro. Bezogen auf die aktuelle Kurshöhe entspricht dies einem Potenzial von über 20 %, sofern die wirtschaftlich orientierten Analysten recht behalten sollten.
Der Trend arbeitet derzeit, wie beschrieben, gegen Hensoldt. Mutmaßlich ist dies allerdings nur auf die allgemeine Börsenschwäche bei Rüstungsunternehmen zurückzuführen. Die Notierungen werden nun nach diesem Wochenende und dem jüngsten Trump-Deal auf dem Prüfstand landen.
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