2,5 % rückte die Aktie von Hensoldt am Donnerstag vor. Damit ist der Wert auf 89,69 Euro geklettert, nahe an den bisherigen mittleren Kurszielen von Analysten. Die werden aber nun pulverisiert: Eine neue Branchenstudie von JPMorgan rückt Hensoldt stärker in den Fokus internationaler Investoren. Analyst David Perry erhöhte das Kursziel für den Sensorspezialisten von 85 auf 100 Euro und trug damit einer veränderten Einschätzung der langfristigen Entwicklung Rechnung. An der Einstufung „Neutral“ hält die US-Investmentbank zwar fest, die deutlich höhere Zielmarke signalisiert jedoch ein gewachsenes Vertrauen in die Marktposition des Unternehmens.
Das Kursziel von 100 Euro ist durchaus satt!
Ausgangspunkt der Neubewertung sind intensive Gespräche mit institutionellen Investoren. Nach Einschätzung von JPMorgan steigt die Bereitschaft, für Rüstungsunternehmen mit nachhaltigen technologischen Wettbewerbsvorteilen höhere Bewertungen zu akzeptieren. Besonders gefragt sind Lösungen für die künftige Ausrichtung moderner Streitkräfte. Hensoldt verfügt mit Aufklärungssensoren, Hochleistungsradaren sowie Elektronik- und Sensorsystemen über genau jene Technologien, die bei internationalen Verteidigungsprojekten zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Die jüngste Kursentwicklung nun folgte sicherlich auf die höhere Bewertung durch JPMorgan und verdeutlichte, dass die technologische Positionierung des Unternehmens derzeit stärker in den Mittelpunkt rückt als das unveränderte Neutral-Rating.
Als weiteren Faktor hebt die Investmentbank die zunehmende Konsolidierung der internationalen Rüstungsindustrie hervor. Sowohl in Europa als auch in den USA steigt die Zahl strategischer Übernahmen und Partnerschaften. Große Konzerne richten ihren Blick verstärkt auf kleinere und mittlere Spezialisten mit technologischen Schlüsselkompetenzen. Nach Einschätzung von David Perry zählt Hensoldt zu genau dieser Unternehmensgruppe. Dadurch gewinnen auch mögliche Kooperationen oder Übernahmeszenarien stärker an Bedeutung. Der Konzern ist mit seiner Aktie also wieder locker im Aufwärtstrend. 16,5 % Vorsprung auf den GD100 unterstreichen diesen Befund.
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