Die Rüstungsindustrie boomt, die Auftragsbücher quellen über, und dennoch schickte die Börse die Hensoldt-Aktie nach den Zahlen auf Talfahrt. Während die geopolitische Lage in Europa dem Sensorspezialisten einen historischen Auftragsschub bescherte, reagierten die Anleger mit spürbarer Ernüchterung. Ein scheinbar kleines Detail in der Bilanz reichte aus, um die Euphorie um den Verteidigungschampion vorerst zu bremsen.
Volle Bücher, gebremste Auslieferung
Hensoldt blickt auf ein Jahr der Superlative zurück – zumindest was die Nachfrage betrifft. Der Auftragseingang schoss im Jahr 2025 um satte 62 % auf den Rekordwert von 4,71 Milliarden Euro nach oben. Damit wächst der Berg an Arbeit auf gigantische 8,83 Milliarden Euro an. Doch genau hier liegt die Krux: Das Unternehmen kommt mit dem Abarbeiten kaum hinterher.
Trotz der glänzenden Auftragslage blieb der Umsatz mit 2,46 Milliarden Euro hinter den Erwartungen der Analysten zurück, die mit glatten 2,50 Milliarden gerechnet hatten. In der Welt der Hochfrequenzhändler reichte dieses knappe Verfehlen der Prognosen aus, um die Aktie zeitweise um über fünf % absacken zu lassen. Es ist das klassische Bild eines Luxusproblems, das an der Börse jedoch hart bestraft wird.
Engpässe bremsen den Höhenflug
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Die Gründe für die Verzögerungen sind hausgemacht und gleichzeitig globaler Natur. Hensoldt kämpft, wie viele High-Tech-Schmieden, mit hartnäckigen Engpässen bei elektronischen Komponenten. Wenn die Chips fehlen, bleiben die hochmodernen Radarsysteme für den Eurofighter oder den Schützenpanzer Puma unvollendet in den Werkhallen stehen. Zudem macht der Personalmangel dem Konzern einen Strich durch die Rechnung.
Ausblick auf ein goldenes Rüstungsjahrzehnt
Trotz des Kursrücksetzers bleibt die langfristige Story intakt. Die Profitabilität stimmt: Die Marge kletterte auf starke 18,4 % und übertraf damit sogar die eigenen Ziele. Für das laufende Jahr 2026 peilt CEO Oliver Doerre einen weiteren Umsatzsprung auf 2,75 Milliarden Euro an.
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