Rekordaufträge, schrumpfende Gewinne — und charttechnisch gerade auf der falschen Seite mehrerer gleitender Durchschnitte. Hensoldt steuert auf einen Mai zu, der zeigen wird, ob die Investmentgeschichte noch trägt.
Am 22. April hat die Aktie die 100-Tage-Linie nach unten gekreuzt, nachdem sie diese erst am 13. April überwunden hatte. Der Aufwärtsimpuls hielt keine zwei Wochen. Aktuell notiert das Papier bei 78,52 Euro — rund 32 Prozent unter dem Allzeithoch von 115,10 Euro, das im Oktober 2025 markiert wurde.
Starke Aufträge, schwaches Ergebnis
Das fundamentale Bild ist gespalten. Der Auftragseingang für 2025 stieg um 62 Prozent auf 4,71 Milliarden Euro, der Auftragsbestand kletterte auf 8,83 Milliarden Euro. Das klingt nach Rückenwind — ist es aber nicht vollständig.
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Der Nettogewinn sank um knapp 18 Prozent auf 89 Millionen Euro. Kapazitätsausbau und eine SAP-Umstellung, die Kosten bis 2029 verursacht, drücken die Marge. Hensoldt steht damit exemplarisch für ein Muster, das viele europäische Rüstungswerte kennen: gewaltige Auftragsbücher aus der Aufrüstungswelle, kurzfristiger Margendruck durch laufenden Umbau.
Leerverkäufer werden aktiver
Die Shortquote kletterte auf 3,28 Prozent — mehr als doppelt so hoch wie der Zwölfmonatsdurchschnitt. Leerverkäufer stützen sich auf zwei Argumente: ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von über 120 und die Sorge, dass geopolitische Entspannung den Rüstungssektor strukturell belasten könnte.
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Das dürfte spannend werden, weil die Analystenlager klar auseinandergehen. Die Deutsche Bank hält an „Buy“ mit einem Kursziel von 101 Euro fest und erwartet solide operative Ergebnisse. Barclays dagegen bewertet das Papier mit „Equal Weight“ und sieht das Ziel bei 95 Euro — mit Verweis auf einen saisonal schwachen Jahresauftakt im Rüstungssektor.
Zwei Termine im Mai
Am 6. Mai legt Hensoldt die Q1-Zahlen vor. Saisonal startet das Unternehmen traditionell mit Verlusten ins Jahr; Analysten erwarten ein Ergebnis je Aktie von minus 0,16 Euro. Entscheidend ist weniger das absolute Ergebnis als die Margenentwicklung: Stabilisiert sich die bereinigte EBITDA-Marge auf dem Weg zur Jahreszielspanne von 18,5 bis 19 Prozent?
Wenige Wochen später, am 22. Mai, stimmen Aktionäre auf der Hauptversammlung über eine Dividende von 0,55 Euro je Aktie ab — zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Der Q1-Bericht am 6. Mai gilt als erster konkreter Test, ob Hensoldt seinen Rekordauftragsbestand trotz laufendem Konzernumbau profitabel abarbeiten kann.
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