Herc Holdings hat am Dienstag die Zahlen für das vierte Quartal 2025 vorgelegt – und die Reaktion der Anleger fiel verhalten aus. Zwar übertraf der Ausrüstungsvermieter mit einem Gewinn je Aktie von 2,07 Dollar die Analystenschätzung von 1,94 Dollar. Doch der Umsatz enttäuschte mit 1,04 Milliarden Dollar deutlich. Erwartet worden waren 1,25 Milliarden Dollar. Die Aktie legte nachbörslich lediglich um 0,71 Prozent zu.
Entscheidender als die Quartalszahlen ist jedoch der Ausblick auf 2026. Herc rechnet mit Umsätzen zwischen 4,27 und 4,4 Milliarden Dollar – weit unter der Konsenserwartung von 5,06 Milliarden Dollar. Das entspricht einer Verfehlung von rund 15 Prozent. Anleger müssen sich also auf deutlich schwächeres Wachstum einstellen als erhofft.
Integration belastet kurzfristig die Marge
Der Grund für die gedämpften Erwartungen liegt in der Großakquisition von H&E Equipment Services. CEO Larry Silber bezeichnete die Übernahme als „größte Transaktion in der Vermietbranche“. Innerhalb von nur sechs Monaten habe man IT-Systeme migriert, Verkaufsgebiete optimiert und Synergien schneller als geplant realisiert.
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Doch die Integration kostet zunächst Geld. Das bereinigte EBITDA für 2025 stieg zwar um 15 Prozent auf 1,82 Milliarden Dollar, die Marge lag bei 42 Prozent. Der Nettogewinn für das Gesamtjahr betrug jedoch nur magere 1 Million Dollar – umgerechnet 0,03 Dollar je Aktie. Hauptgrund waren die Transaktionskosten der H&E-Übernahme.
Die Auslastung der Ausrüstung sank im vierten Quartal auf 37,5 Prozent, verglichen mit 40,6 Prozent im Vorjahreszeitraum. Auch hier wirkt die Übernahme nach: Die zugekaufte Flotte war vor den Optimierungsmaßnahmen schlechter ausgelastet.
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Analysten bleiben optimistisch
Trotz der enttäuschenden Prognose hält die Wall Street an ihrer positiven Einschätzung fest. Zehn Analysten bewerten die Aktie im Schnitt mit „Kaufen“. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 178,73 Dollar – rund drei Prozent über dem aktuellen Niveau von etwa 175 Dollar. Wells Fargo hob das Ziel Ende Januar auf 189 Dollar an, Citi sogar auf 195 Dollar.
Die entscheidende Frage für Investoren lautet: Wann zahlt sich die H&E-Übernahme wirklich aus? Das Management verspricht jährliche EBITDA-Synergien von rund 300 Millionen Dollar binnen drei Jahren. Durch den Deal ist Herc nun die Nummer drei unter den nordamerikanischen Ausrüstungsvermietern und in 11 der 20 wichtigsten Vermietregionen stark vertreten.
Für 2026 erwartet das Unternehmen ein bereinigtes EBITDA zwischen 2,0 und 2,1 Milliarden Dollar. Das wäre eine deutliche Verbesserung gegenüber 2025. Die Aktie notiert aktuell bei 173,12 Dollar und bewegte sich in den vergangenen zwölf Monaten zwischen 96,19 und 190,04 Dollar.
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